Stabilisierung der EU-Außengrenzen: Frontex verzeichnet deutlichen Rückgang irregulärer Grenzübertritte
Die europäische Grenzschutzbehörde Frontex hat eine markante Reduktion der irregulären Grenzübertritte in die Europäische Union im Jahr 2025 festgestellt. Mit rund 178.000 registrierten Versuchen ergibt sich ein Rückgang von über 25 Prozent im Vergleich zum vorherigen Jahr, was den niedrigsten Stand seit 2021 darstellt. Der Frontex-Bericht hebt dies als eine 'bemerkenswerte Entwicklung' hervor, bleibt aber vorsichtig optimistisch. Die Situation an den EU-Außengrenzen bleibt volatil. Frontex-Direktor Hans Leijtens kommentierte, dass der positive Trend beibehalten werden müsse, jedoch die Risiken nicht im Verschwinden begriffen seien. Die Erfolge sieht er in der engen Kooperation zwischen der Grenzschutzbehörde und internationalen Partnern. Diese Position teilt auch EU-Migrationskommissar Magnus Brunner, der den Erfolg stabilerer Außengrenzen und effizienter internationaler Partnerschaften zuschreibt. Insbesondere Maßnahmen zur Migrationsdiplomatie gewährleisten, dass weniger Menschen Opfer von Schleusung und Missbrauch werden. Besonders auffällig ist der Rückgang auf der westafrikanischen Route um 63 Prozent sowie auf der Westbalkanroute um 42 Prozent. Ein Rückgang der irregulären Grenzübertritte an den östlichen Landgrenzen zu Belarus um 37 Prozent wurde ebenso dokumentiert. Wichtig zu erwähnen ist die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Ländern wie Bosnien-Herzegowina. Die zentrale Mittelmeerroute bleibt mit einem Drittel der Übertritte die meistgenutzte, obwohl die Zahl der Versuche im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent sank. Auffällig ist jedoch, dass dreimal so viele Menschen versuchten, vom Osten Libyens nach Kreta zu gelangen – ein Indikator, wie dynamisch sich bevorzugte Migrationswege ändern können. Ein Anstieg um 14 Prozent wurde auch bei Überfahrten über die westliche Mittelmeerroute, beispielsweise von Algerien nach Spanien, registriert. Dahingegen sanken die irregulären Ausreisen nach Großbritannien über den Ärmelkanal leicht um 3 Prozent.

