Stabile Verhältnisse: Deutsche Arbeitnehmer zeigen sinkende Wechselbereitschaft
In der deutschen Arbeitswelt zeigt sich ein bemerkenswerter Trend: Die Lust auf berufliche Veränderung scheint abzunehmen. Einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von Xing zufolge erwägen nur noch 34 Prozent der Erwerbstätigen, sich nach neuen Herausforderungen umzuschauen – ein Tiefstand, der in den letzten fünf Jahren nicht erreicht wurde.
Bemerkenswert ist, dass vor allem die "Generation Z" – Jahrgänge 1997 bis 2012 – in ihrem Veränderungsdrang nachlässt. Während 2024 noch 50 Prozent der Befragten dieser Generation offen für einen Jobwechsel waren, sind es aktuell nur noch 44 Prozent. Ähnlich zeigt sich das Bild bei den "Millennials", bei denen 40 Prozent mit einem neuen Job liebäugeln, während die "Generation X" sowie die "Baby-Boomer" noch zurückhaltender erscheinen.
Das Gehalt spielt vor allem bei Jüngeren eine zentrale Rolle für die Wechselmotivation. Über die Hälfte der "Generation Z" gibt es als primären Grund für einen möglichen Jobwechsel an, gefolgt von der Suche nach besseren Aufstiegs- und Veränderungsmöglichkeiten. Im Gegensatz dazu wiegt bei den älteren "Baby-Boomern" die Stressbelastung schwerer, wobei auch Gehalt und Führungskraft nicht unwichtig sind.
Trotzdem stehen für alle Generationen die Sicherheit und der Sinn der Arbeit an oberster Stelle, gefolgt von weiteren Annehmlichkeiten wie einem guten Führungsstil, flexiblen Arbeitszeiten und Homeoffice-Möglichkeiten für Jüngere.
Obgleich eine Grundbereitschaft zur Veränderung besteht, herrscht auf breiter Front Zufriedenheit: 84 Prozent der Befragten fühlen sich in ihrer jetzigen Position wohl. Die Sorge um eine Kündigung plagt indes nur eine kleine Minderheit von acht Prozent, was auf eine wahrgenommene Stabilität der eigenen Arbeitsverhältnisse hinweist.

