Stabile Tendenzen am deutschen Aktienmarkt: Erholung nach schwachen Tagen
Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich nach einer Phase der Abschwächung gefestigt. Zur Mittagszeit verzeichnete der Dax einen leichten Anstieg und notierte bei 24.035 Punkten. Das kürzlich erreichte Rekordhoch von 24.479 Punkten bleibt allerdings außer Reichweite.
Wesentlich beeinflusst wird die Marktentwicklung von den Ergebnissen der Handelstreffen zwischen China und den USA. Hier wurde in London ein vorläufiges Abkommen geschlossen, das nun von Donald Trump und Xi Jinping bestätigt werden muss. Allerdings lassen Ergebnisse aus den Verhandlungen mit der EU noch auf sich warten. Analysten der Landesbank Helaba sehen in diesen Gesprächen entscheidende Faktoren für die Marktentwicklung.
Zur weiteren Kursentwicklung könnte am frühen Nachmittag die Veröffentlichung der Verbraucherpreise in den USA beitragen. Experten erwarten einen Zuwachs der Inflationsrate im Mai, insbesondere vor dem Hintergrund der US-amerikanischen Zollpolitik. Im Segment der mittelgroßen Unternehmen stieg der MDax um ein halbes Prozent und notierte bei 30.700 Punkten, während der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, ebenfalls im positiven Bereich lag.
Aktien der Rüstungsunternehmen, die zuletzt unter Druck standen, erholten sich merklich. Titel von Rheinmetall, Hensoldt und Renk legten um bis zu vier Prozent zu. Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender von Rheinmetall, nutzte die Gelegenheit und erwarb Aktien seines Unternehmens im Wert von einer halben Million Euro.
Im Dax folgten Bayer-Aktien mit einem Zuwachs von drei Prozent dicht hinter Rheinmetall. Die Investmentbanken HSBC und Kepler Cheuvreux empfahlen den Erwerb dieser Titel. Anders sah die Empfehlung für Deutsche Börse aus, deren Kurs nach einer Herabstufung durch UBS um ein Prozent sank.
In der zweiten Reihe der Aktien legten K+S um zwei Prozent auf etwas über 16 Euro zu, nachdem Kepler Cheuvreux das Kursziel des Düngemittelherstellers signifikant hochgestuft hatte.

