Stabile Ölpreise trotz geopolitischer Unsicherheiten
Die internationalen Ölpreise zeigen sich derzeit bemerkenswert stabil. Für ein Barrel der Nordseesorte Brent, das im August ausgeliefert werden soll, wurde zuletzt ein Preis von 65,55 US-Dollar notiert, was einen minimalen Rückgang von acht Cent im Vergleich zum Vortag darstellt. Hingegen verzeichnete das amerikanische Pendant WTI für die Lieferung im Juli einen leichten Anstieg um vier Cent und notiert bei 63,45 US-Dollar.
In den letzten Tagen bestimmten vor allem geopolitische Spannungen und Naturereignisse wie die verheerenden Waldbrände in Kanada die Marktentwicklung. Die Waldbrände hatten die Ölproduktion in Kanada beeinträchtigt, nun jedoch, dank einsetzender Regenfälle, ist eine Beruhigung der Lage eingetreten, was sich auch auf die Ölpreise auswirkt.
Die Ölnotierungen hatten sich zu Beginn der Woche nach der Opec+-Entscheidung, die Fördermenge zu erhöhen, positiv entwickelt. Die Erhöhung entsprach den Erwartungen der Marktteilnehmer, da zuvor Befürchtungen über eine größere Förderausweitung kursierten.
Dennoch bleiben geopolitische Spannungen, insbesondere die Konflikte um den Ukraine-Krieg und die Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran, im Zentrum der Marktbewertungen. Dadurch ist nicht zu erwarten, dass Russland oder Iran kurzfristig ihre Ölproduktion deutlich erhöhen werden.

