Stabile Anleihemärkte trotz gemischter Datenlage
Die deutschen Staatsanleihen zeigten sich am Freitag stabil, nachdem sie kürzlich Gewinne verzeichnet hatten. Der Euro-Bund-Future verzeichnete am Vormittag einen leichten Rückgang von 0,02 Prozent und lag bei 129,64 Punkten, während die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen bei 2,70 Prozent stagnierte.
Auch europaweit waren Kursverluste bei Staatsanleihen zu beobachten, doch die veröffentlichten Konjunkturdaten aus der Eurozone beeinträchtigten die Märkte kaum. In Frankreich und Spanien fielen die Inflationszahlen für den August niedriger aus als erwartet.
Der Nachmittag hielt die Veröffentlichung der deutschen Verbraucherpreisentwicklung bereit, jedoch sind nur wenige Überraschungen zu erwarten, da bereits Teuerungszahlen aus wesentlichen Bundesländern bekannt sind.
Im Fokus steht zudem der PCE-Kerndeflator aus den USA. Diese Kennzahl, die von der US-Notenbank Federal Reserve bei ihren Zinsentscheidungen berücksichtigt wird, könnte die 3-Prozent-Hürde erreicht haben, wie Analysten der Helaba vermuten. Sollte dies zutreffen, könnten die Spekulationen über mögliche Zinssenkungen der Fed auf die Probe gestellt werden, da der PCE-Deflator volatilen Faktoren wie Energie- und Lebensmittelpreisen ausklammert.

