Stabilität nach Grönland-Deal: Ruhige Handelsaussichten am deutschen Aktienmarkt
Nach einem impulsiveren Vortag beobachten Analysten eine konsolidierende Ruhe am deutschen Aktienmarkt. Der Anklang der Details zum Grönland-Deal bei den Börsianern trug zu einem der stärksten Kapitalränke überhaupt in diesem Jahr bei, wie es Portofoliomanager Thomas Altmann von QC Partners treffen formulierte. Nicht verwunderlich also, dass sich nach einem quirligen Donnerstag nun eine Phase der abgedämpften Aktitität einstellt.
Noch vor der Öffnung der Xetra-Börse signalisiert der X-Dax für den Dax ein leichtes Minus von drei Punkten auf 24.853 Zähler. Dabei bleibt der Index somit bedeutend unter seinem im Vortagsverlauf erreichten Höchstwert. Die vorherigen Unsicherheiten hatten dem Dax kurzzeitig ein Absinken nahe der 24.349 Punkte beschert. Dieses fiel nach einer Zolldrohung durch den damaligen US-Präsidenten Donald Trump, welche jedoch in der Zwischenzeit vom Tisch ist.
Freundlich und in Gesprächslaune zeigt sich indes der EuroStoxx 50, der wohlwollend in den Handel startet. Im Blickefeld bleiben deutschland- wie europaweit jedoch weiterhin Rüstungswerte. Zum einen kommt durch die Verhandlungen zu einem möglichen Kriegsende in der Ukraine Bewegung ins Spiel, zum anderen bringt der anstehende Börsengang des tschechischen Rüstungsunternehmens Czechoslovak Group (CSG) mit seiner möglichen Milliardenbewertung weiteres Interesse.
Schließlich zieht die BASF besondere Aufmerksamkeit auf sich. Den Konzern belasten ergebnisschwache Zahlen aus dem vierten Quartal. Diese Enttäuschung dürfte sich in sinkenden Analystenschätzungen niederspiegeln, konstatiert Analyst Chetan Udeshi von JPMorgan.

