SRH Fernhochschule: Qualität, Innovation und neue Studienformate im Fokus
Rektor Stefan Ingerfurth im Interview

16. Dezember 2025, 11:38 Uhr · Quelle: LifePR
SRH Fernhochschule: Qualität, Innovation und neue Studienformate im Fokus
Foto: LifePR
Prof. Dr. Stefan Ingerfurth ist seit November 2024 Rektor der SRH Fernhochschule.
Prof. Dr. Stefan Ingerfurth teilt Einblicke in sein erstes Rektor-Jahr und die Weiterentwicklung der SRH Fernhochschule. Er diskutiert moderne Lehre, digitale Formate und KI im Bildungswesen.

Riedlingen, 16.12.2025 (lifePR) - Prof. Dr. Stefan Ingerfurth ist seit einem Jahr Rektor an der SRH Fernhochschule – The Mobile University. Im Jahr 2015 kam er als Professor für BWL an die Hochschule und wurde 2018 zum Prorektor gewählt. Im Interview spricht er über Ziele, moderne Lehre und KI im Studium.

Herr Ingerfurth, Ihr erstes Jahr als Rektor ist vorbei. Wie haben Sie diese Zeit erlebt?
Stefan Ingerfurth: Ein Jahr voller Tempo, Energie und Entwicklung liegt hinter uns. Gefühlt verging die Zeit wie im Flug – ein Zeichen dafür, wie intensiv und lebendig die letzten Monate waren. Was bleibt, ist das starke Gefühl, gemeinsam viel bewegt und entscheidende Schritte nach vorn gemacht zu haben. Beim Blick auf unsere Zahlen wird deutlich, wie stark wir uns weiterentwickelt haben. Besonders stolz bin ich darauf, dass wir zentrale Vorhaben wie das neue Studienformat „Fix“ und die Entwicklung multimedialer Module erfolgreich umgesetzt haben. Insgesamt fühlte sich das Jahr wie ein intensiver Wachstums-Zwischenspurt an. Wir sind zwar noch nicht am Ziel, aber die Weichen sind gestellt, und das stimmt mich sehr zuversichtlich.

Mit welchen Zielen und Herausforderungen sind Sie ins Amt gestartet?
S.I.: Ich bin mit dem Ziel angetreten, die Hochschule neu zu positionieren: Digitalisierung als Selbstverständlichkeit zu verankern, neue Zielgruppen zu erschließen und unsere internationale Ausrichtung neu zu denken. Von Beginn an war klar, dass wir mutig neue Wege gehen müssen. Das funktioniert nur im Team mit den beiden Prorektor:innen Joachim Merk und Christine Schimek, Geschäftsführer Christian Gerard und dem Führungsteam der Hochschule. Es ist schön zu sehen, dass wir an den richtigen Schrauben drehen: Im September 2025 konnten wir so viele neue Studierende für ein Studium an unserer Hochschule gewinnen, wie in keinem Monat zuvor in der Geschichte der SRH Fernhochschule.

Wie zufrieden sind Sie mit dem bisher Erreichten?
S.I.: Ich bin sehr zufrieden mit unserer Neuausrichtung. Statt immer mehr kleine Studiengänge anzubieten, setzen wir jetzt auf größere Programme mit breiter Sichtbarkeit. Besonders das Connect-Studium (Online-Abendstudium) hat uns geholfen, Studierende zu erreichen, die sich früher nicht für ein Fernstudium interessiert hätten – viele sagten, dass die Live-Anteile für sie entscheidend waren. Außerdem haben wir die Modulstruktur mit 15 Lerneinheiten (Units) pro Modul als Standard neu definiert und konsequent digitale Lernpfade eingeführt. Das war ein großer Kraftakt, aber die Fortschritte zeigen: Es funktioniert.

Was steckt hinter dem neuen Studienformat „Fix“?
S.I.: Mit dem Studienformat „Fix“ reagieren wir auf den Wunsch vieler Studieninteressierter nach mehr Struktur und klaren Leitlinien im Studium. Während unsere anderen Formate „Flex“ oder „Connect“ maximale Freiheit und Individualisierung ermöglichen, richtet sich das Fix-Studium gezielt an jene, die sich ein strukturiertes und effizientes Studium mit festen Abläufen und weniger Wahlmöglichkeiten wünschen.  Ein zentrales Merkmal ist auch das neue Gebührenmodell für dieses Studienformat. Wer gut organisiert ist und konsequent arbeitet, kann schnell und kostengünstig zum Abschluss kommen. Es richtet sich an eine Zielgruppe, die mit klaren Strukturen und festen Abläufen besonders gut zurechtkommt. Darüber hinaus haben wir die Studienmaterialien sukzessive auf multimediale, digitale Lerneinheiten umgestellt. Das ermöglicht ein zeitgemäßes Lernerlebnis, das sowohl didaktisch als auch technisch neue Maßstäbe setzt. Für mich ist „Fix“ ein bedeutender Schritt in Richtung eines zukunftsorientierten Fernstudiums, das Effizienz und Qualität miteinander verbindet.

Wie sieht für Sie moderne Lehre aus?
S.I.:
Moderne Lehre orientiert sich an den tatsächlichen Lerngewohnheiten der Menschen heute: Sie ist digital, mobil und multimedial. Wer sich heute neues Wissen aneignen möchte – sei es eine Sprache oder eine praktische Fähigkeit – greift meist zuerst zu YouTube-Videos oder Online-Tutorials. Das klassische Lehrbuch wird oft erst später zur Vertiefung herangezogen. Lernen ist heute interaktiv, ortsunabhängig und basiert stärker auf dem Verstehen als auf dem bloßen Konsumieren von Informationen. Genau hier setzt unser CORE-Prinzip an: Wir verabschieden uns bewusst vom traditionellen Frontalunterricht und setzen stattdessen auf digitale Lernpfade, die flexibel und cloudbasiert sind. Unsere Lernmaterialien sind nicht mehr an ein physisches Format gebunden, sondern individuell anpassbar und multimedial gestaltet. Professor:innen übernehmen dabei nicht mehr nur die Rolle der Wissensvermittler:innen, sondern agieren als persönliche Lernbegleiter:innen, die den individuellen Lernprozess unterstützen und fördern.

Inwiefern unterscheiden sich die Herausforderungen privater Hochschulen in der Lehre von denen staatlicher Hochschulen?
S.I.: Staatliche Hochschulen agieren unter anderen Rahmenbedingungen. Sie stehen nicht unter dem wirtschaftlichen Druck wie private Einrichtungen. Insbesondere Universitäten setzen traditionell einen stärkeren Fokus auf Forschung, während die Lehre nicht immer denselben Stellenwert erhält. Als private Fernhochschule sind wir hingegen darauf angewiesen, uns über Qualität, Innovation und Service zu differenzieren. Das gelingt uns durch neue Studienformate, digitale Didaktik und eine konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen der Lernenden. Wir verstehen Lehre als dynamischen Prozess, der sich ständig weiterentwickeln muss. Entscheidend für diesen Wandel ist ein Kollegium, das offen für neue Wege ist und Veränderungen aktiv mitgestaltet. Nur so können wir zukunftsfähige Bildungsangebote schaffen, die nicht nur den Status quo verwalten, sondern echte Impulse setzen.

Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz (KI) in Bildung und im Fernstudium?
S.I.: KI wird unsere Arbeit und Lehre nachhaltig verändern – ähnlich wie es das Internet vor Jahren getan hat. Ich sehe hier klare Parallelen: Auch dieser Wandel vollzieht sich nicht abrupt, sondern Schritt für Schritt. Bereits heute unterstützt KI bei der Erstellung von Lehrmaterialien und kann Lernende individuell begleiten. Gleichzeitig ist Vorsicht geboten: Studien zeigen, dass ein Teil der KI-generierten Inhalte fehlerhaft ist. Deshalb bleibt die Fähigkeit zum kritischen Hinterfragen zentral. Wir setzen auf geschlossene, kontrollierte KI-Systeme, die mit unseren eigenen Lerninhalten arbeiten. Unser Ziel ist es, KI als sinnvolles Werkzeug zu etablieren und nicht als Quelle unreflektierter Informationsübernahme.

Sind KI-geschriebene Bachelor- und Masterarbeiten schon Alltag?
S.I.: Bei Hausarbeiten beobachten wir bereits eine zunehmende Nutzung von KI. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Arbeiten automatisch qualitativ hochwertig sind. KI-generierte Texte wirken oft sprachlich makellos, sind aber inhaltlich nicht immer korrekt, teils werden sogar Quellen erfunden. In Zukunft werden wir hier sicher weitere Entwicklungsschritte sehen. Es liegt an uns allen, den verantwortungsvollen Einsatz von KI zu fördern. Als Hilfsmittel zur sprachlichen Optimierung oder zur Strukturierung von Texten kann KI durchaus sinnvoll und sogar wünschenswert sein – vorausgesetzt, die eigene Reflexion und Analyse bleiben klar erkennbar. Die wissenschaftliche Eigenleistung bleibt das entscheidende Kriterium.

Was beeindruckt Sie im Kontakt mit den Studierenden besonders?
S.I.: Mich fasziniert, mit welcher Disziplin und Motivation unsere Studierenden ihr Studium bewältigen. Die meisten sind berufstätig und/oder tragen Familienverantwortung. Auch Spitzensportler:innen studieren bei uns. Gerade diese vielfältigen Lebensrealitäten machen das Engagement der Studierenden so bemerkenswert. Besonders spannend ist der Austausch mit Studierenden, die ihre vielfältigen praktischen Erfahrungen ins Studium einbringen und sich auch nicht scheuen, Neues zu wagen. Solche Biografien sorgen oft dafür, dass gerade die Abschlussarbeiten durch innovative Praxisnähe überzeugen.

Bildung & Karriere / SRH Fernhochschule / Fernstudium / KI / Moderne Lehre
[lifepr.de] · 16.12.2025 · 11:38 Uhr
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