Spotify erhöht weltweit Preise – Umsatzdruck zwingt Streaming-Platzhirsch zu zweiter Anpassung binnen Monaten
Spotify erhöht den Preis für sein Premium-Abo in zahlreichen internationalen Märkten auf 11,99 Euro im Monat. Die neue Preisstruktur betrifft Abonnenten in Europa, Lateinamerika, Asien-Pazifik, dem Nahen Osten, Afrika sowie Süd- und Südostasien.
Bislang lag der Preis bei 10,99 Euro. Das Unternehmen begründet den Schritt mit dem Ziel, weiter in neue Funktionen und Produktinnovationen zu investieren.
Neue Nutzer*innen zahlen den erhöhten Preis ab dem 14. August 2025. Bestehende Nutzer*innen werden per E-Mail über die anstehende Preiserhöhung in Deutschland und Österreich informiert. Sofern diese Nutzer*innen der Preiserhöhung zustimmen, tritt sie mit der nächsten Abrechnung an oder nach dem 15. November 2025 in Kraft.
Bereits im Juni hatte Spotify in den USA eine Preisanpassung angekündigt: Dort zahlen Einzelkunden seit Juli 11,99 Dollar monatlich. Auch Duo- und Familienabos wurden um zwei bzw. drei Dollar teurer.
Die jüngste Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Rentabilitätsprobleme. Trotz steigender Nutzerzahlen verzeichnete Spotify im zweiten Quartal einen Verlust. Analysten sehen die Preiserhöhung daher als Teil eines überfälligen Schrittes zur Stabilisierung der Margen.
Mit rund 615 Millionen monatlich aktiven Nutzern bleibt Spotify der globale Marktführer im Audiostreaming, kämpft aber weiter mit hohen Lizenzkosten und Investitionen in exklusive Inhalte. Ob die Preisanpassung ausreicht, um die Plattform nachhaltig in die Gewinnzone zu bringen, bleibt offen.


