Spekulationen über Mega-Deal: Gespräche zwischen Rio Tinto und Glencore
In der Bergbauwelt könnte es zu einer der größten Fusionen aller Zeiten kommen. Rio Tinto und Glencore, zwei der Schwergewichte der Branche, haben nach Informationen von Insidern erste Gespräche über eine mögliche Zusammenlegung ihrer Geschäfte geführt. Ob diese Gespräche derzeit weitergeführt werden, bleibt allerdings unklar.
Vertreter von Rio Tinto hielten sich bedeckt und wollten keine Stellungnahme abgeben, während ein Sprecher von Glencore nicht für Kommentare erreichbar war. Rio Tinto, der zweitgrößte Minenbetreiber der Welt mit einem Marktwert von etwa 103 Milliarden Dollar, und Glencore, das mit 55 Milliarden Dollar bewertet wird, könnten durch den Zusammenschluss den Branchenprimus BHP Group überrunden, dessen Wert sich auf etwa 126 Milliarden Dollar beläuft.
Interessant ist, dass sich die Aktienbewegungen der beiden Firmen unterschiedlich entwickelten: während die American Depositary Receipts von Rio Tinto nachgaben, legten jene von Glencore zu. Die Bergbaubranche erfährt derzeit einen regelrechten Zusammenschluss-Boom, der vor allem durch das ambitionierte Ziel, im Kupfermarkt zu expandieren, befeuert wird. Kupfer ist ein zentrales Material für die Dekarbonisierungsbemühungen weltweit.
Sowohl Glencore als auch Rio Tinto verfügen über einige der besten Kupferminen der Welt. Allerdings ist Rio Tinto, ähnlich wie BHP, stark von der Eisenerzproduktion abhängig – ein Markt, der angesichts des nachlassenden Baubooms in China vor unsicheren Zeiten steht.

