Spannungen zwischen Iran und Pakistan: UN-Generalsekretär ruft zur Mäßigung auf
Nach gegenseitigen Angriffen zwischen dem Iran und Pakistan hat UN-Generalsekretär António Guterres beide Seiten zur Mäßigung aufgerufen. In einer offiziellen Mitteilung seines Sprechers Stéphane Dujarric betonte Guterres, dass alle Sicherheitsprobleme zwischen den beiden Ländern auf friedliche Weise, durch Dialog und Zusammenarbeit gelöst werden müssten. Dabei sollten die Grundsätze der Souveränität, der territorialen Integrität und der guten Nachbarschaft beachtet werden.
In der Grenzregion zwischen Iran und Pakistan sind Separatistengruppen aktiv, die die Errichtung eines unabhängigen Staates in der iranischen Ostprovinz Sistan und Belutschistan sowie der pakistanischen Westprovinz Baluchistan anstreben. Am Donnerstag griff Pakistan mutmaßlich als Reaktion auf einen iranischen Angriff mit Raketen und Drohnen Ziele im Iran an. Dem Iran zufolge richtete sich der Angriff gegen die sunnitische Miliz Dschaisch al-Adl. Auch Pakistan gab an, gezielt gegen Extremisten in der grenznahen Region vorgegangen zu sein.
Diese gegenseitigen Angriffe haben zu einer diplomatischen Krise zwischen beiden Ländern geführt, die sich gerade erst positiv entwickelt hatten. Die Beziehungen zwischen dem Iran und Pakistan waren auf einem guten Weg, doch nun droht eine erneute Eskalation. UN-Generalsekretär Guterres appelliert daher an beide Seiten, besonnen zu handeln und die Spannungen zu entschärfen. (eulerpool-AFX)

