Spannungen um US-Zölle belasten asiatische Märkte – Australische Börse widersteht Abwärtsdruck
Die wichtigsten Aktienmärkte in Fernost zeigten sich am Freitag überwiegend schwächer. Auslöser für die Verunsicherung war das fortdauernde rechtliche Ringen um die US-Zölle. Auf Wochensicht verzeichneten die Märkte in der Region Asien-Pazifik dennoch ein Plus.
Die Unsicherheit über die Zukunft der US-Zölle lastete schwer auf den Marktteilnehmern. Erst am Mittwoch hatte ein Handelsgericht die von Trump erlassenen Zölle fast vollständig für ungültig erklärt. Die Regierung legte umgehend Berufung ein. Am Donnerstag setzte ein Berufungsgericht die Entscheidung der New Yorker Richter vorläufig außer Kraft und kündigte an, den Fall eingehend zu prüfen.
"Die anhaltenden rechtlichen Auseinandersetzungen verstärken die Unsicherheit an den Märkten zusätzlich", erklärte Jochen Stanzl, Marktanalyst bei CMC Markets.
Im japanischen Markt belasteten zusätzlich die gestiegenen Verbraucherpreise im Großraum Tokio. Die höhere als erwartete Kernrate im Mai erhöhte den Druck auf die Notenbank, die Zinsen weiter anzuheben. Der Nikkei 225 sank um 1,22 Prozent auf 37.965,10 Punkte.
Auch die anderen asiatischen Märkte verzeichneten Verluste. Der CSI-300-Index der bedeutendsten chinesischen Festlandaktien fiel um 0,25 Prozent auf 3.848,92 Punkte. Der Hang Seng in Hongkong gab kurz vor Handelsende um 1,54 Prozent auf 23.209,33 Punkte nach.
Australien hingegen widersetzte sich dem negativen Trend. Der S&P/ASX 200 kletterte um 0,3 Prozent auf 8.434,70 Punkte und stellte sich damit der Schwäche der anderen Börsen, auch wenn er sich am Vortag kaum an der positiven Bewegung beteiligt hatte.

