Spannungen im Iran: Vorwürfe von Militärintervention durch die USA
Inmitten der anhaltenden Protestwelle im Iran erhebt Parlamentssprecher Mohammad Baqer Qalibaf schwere Vorwürfe gegen die Bewegung im Land. Er unterstellt den Demonstranten, durch ihr Handeln die Voraussetzungen für eine mögliche Militärintervention der Vereinigten Staaten zu schaffen. Qalibaf betont, dass die sogenannten "Feinde" des Irans mit einer entschlossenen Verteidigung rechnen müssen, die sie zerschlagen würde, wie es laut Press TV heißt, einem bekannten iranischen Nachrichtenkanal.
Die fortdauernden Massenproteste, die vom Parlamentssprecher als ein von den USA inszenierter terroristischer Krieg bezeichnet werden, nehmen eine zunehmend kritische Wendung. Teilnehmer solcher "Terrorakte" müssten mit harten Konsequenzen rechnen, da die iranischen Behörden entschlossen sind, die Beteiligten einzuschüchtern und Festnahmen konsequent zu ahnden.
Die Protestwelle hat ihren Ursprung in einer tiefgreifenden Wirtschaftskrise und dem abrupten Verfall der nationalen Währung, dem Rial. Begonnen hatten die Demonstrationen im Herzen Teherans, wo insbesondere verärgerte Händler auf die Straße gingen. Anschließend erfassten die Unruhen das gesamte Land und richteten sich zunehmend gegen die Staatsführung. Die tatsächliche Größe und das volle Ausmaß der Proteste bleiben aufgrund einer nahezu umfassenden Internetsperre im Land weiterhin schwer zu bestimmen.

