Spannendes Finale im Wahlkampf: SPD setzt auf Scholz' Erfahrung
Kurz vor der Bundestagswahl mobilisiert SPD-Parteichef Lars Klingbeil seine Genossen für einen Endspurt. Noch 27 Prozent der Wähler seien unentschlossen, enthüllt Klingbeil bei einer Veranstaltung in Osnabrück und betont: „Das wird eine ganz knappe Kiste.“
Obwohl aktuelle Umfragen die Union vor der SPD sehen, büßen beide Parteien laut dem Trendbarometer von RTL und ntv bei der Wählergunst ein. CDU und CSU verlieren einen Prozentpunkt und stehen bei 29 Prozent, die SPD fällt ebenfalls um einen Punkt auf 15 Prozent zurück. Klingbeil zeigt sich unbeeindruckt von den Zahlen und hebt die Qualitäten von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hervor.
Er verweist auf Scholz’ internationale Erfahrung und Besonnenheit. Dies stelle einen klaren Vorteil gegenüber CDU-Konkurrent Friedrich Merz dar, der, laut Klingbeil, keine große Behörde geführt habe und mit wechselnden Meinungen zu internationalen Themen wie der Lieferung des Taurus-Waffensystems an die Ukraine agiere. „So kannst Du nicht internationale Politik machen“, warnt Klingbeil.
Als entscheidend sieht Klingbeil die Sicherung von Wirtschaft und Arbeit, insbesondere im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Dabei bezeichnet er den Kampf um Industriearbeitsplätze als prioritär, da auch andere Nationen, wie unter der Administration von Donald Trump, wirtschaftlichen Druck ausüben.
„Wir kämpfen um jeden Industriearbeitsplatz“, resümiert Klingbeil.

