S&P 500 weist Strategie ab – Bitcoin-Treasuries unter Druck
Die jüngste Entscheidung des S&P 500 Komitees, die Aufnahme von Michael Saylors Strategie in das renommierte Aktienindex zu verweigern, hat für Aufsehen in der Finanzwelt gesorgt. JPMorgan-Analysten deuten dies als klare Absage an Unternehmen, die im Grunde als Bitcoin-Funds auftreten, jedoch als operative Geschäfte getarnt sind.
Dieser Rückschlag trifft nicht nur MicroStrategy hart, sondern auch andere Unternehmen mit erheblichen Krypto-Reserven, die in den letzten Monaten zugenommen haben. Die Ablehnung seitens des S&P 500 signalisiert, dass der indirekte Einzug von Bitcoin in Anlegerportfolios möglicherweise an seine Grenze stößt. Besonders herausfordernd ist die Lage derzeit für Bitcoin-Besitzgesellschaften, von denen ein Drittel der 172 börsennotierten Unternehmen laut Capriole Investments unter ihrem Prämienwert gehandelt werden.
Interessanterweise erfüllte Strategie auf dem Papier alle erforderlichen Kriterien für eine Aufnahme in den S&P 500, einschließlich Rentabilität, Marktkapitalisierung und Liquidität. Doch das Komitee stieß sich an der Herkunft eines Teils der Kapitalgewinne, die aus nicht realisierten Wertsteigerungen ihrer digitalen Vermögenswerte resultierten. Dies verdeutlicht die noch vorhandene Zurückhaltung des S&P gegenüber Krypto-Unternehmen und die hohen Hürden, die für deren Aufnahme bestehen.
Während Strategie bereits im Nasdaq 100, MSCI World und Russell 2000 vertreten ist, wäre die Aufnahme in den S&P 500 ein strategisch wichtiger Erfolg gewesen. Diese Zurückweisung könnte jedoch eine Neubewertung von Krypto-Treasuries durch andere Indexanbieter und potentielle Umschichtungen in den Fonds zur Folge haben, was Milliarden bewegen und die Branche ins Wanken bringen könnte.
Während sich die Aktien von Strategie und Metaplanet auf Mehrmonatstiefs befinden, wird die Unsicherheit durch ein erhöhtes Interesse von Short-Sellern verschärft. Trotz der Herausforderungen sieht Analyst Alexandre Schmidt im Wachstum und der Reife von Krypto-Unternehmen langfristige Chancen für deren Integration in bedeutende Indizes – vorausgesetzt, die regulatorischen Rahmenbedingungen entwickeln sich positiv.

