SOPR flach, Hebelwirkung steigt: Wird Bitcoin explodieren oder zerschmettert werden?

Der Kurs von Bitcoin befindet sich in einem empfindlichen Gleichgewicht, da das Short-Term Holder Spent Output Profit Ratio (STH-SOPR) nahe der neutralen Marke von 1,0 liegt, während die Preise im August um $113.600 gehandelt wurden.
In früheren Fällen hat dieser Indikator einen zuverlässigen Kontex für Wendepunkte auf dem Markt geboten.
Bitcoin-Markt am Scheideweg
Laut der neuesten Analyse von CryptoQuant blieb der SOPR Anfang 2023 unter 1, was weitverbreitete Verluste unter kurzfristigen Verkäufern und ein deprimiertes Marktumfeld widerspiegelte. Anfang 2024 stieg er konsistent über 1 und erreichte zeitweise 1,2, was eine Welle von Gewinnausnahmen einfangt, als Bitcoin die Marke von $70.000 überschritt.
Das folgende Jahr brachte eine Phase der Unentschlossenheit, da der SOPR um den Break-even-Punkt pendelte, ähnlich dem Tauziehen zwischen bullischem Momentum und Korrekturrisiko. Die aktuellste Lesung zeigt, dass sich der Markt erneut an einem Scheideweg befindet. Eine stetige Bewegung über 1 würde implizieren, dass kurzfristige Inhaber mit Profit verkaufen, ohne die Nachfrage zu erschöpfen. Dies könnte im Wesentlichen den Weg für einen Anstieg in Richtung $120.000 bis $130.000 ebnen.
Ein Rückgang unter dieses Niveau könnte jedoch auf erneuten Stress hindeuten, wobei Investoren mit Verlust verkaufen. Solche Aktionen könnten die Preise zurück in Richtung $95.000 bis $100.000 ziehen. Was das aktuelle Setup bemerkenswert macht, ist die Abwesenheit von extremen Gewinnmitnahmen oder Verlustbegrenzungen.
CryptoQuant erklärte, dass diese Zone oft entscheidenden Durchbrüchen oder Zusammenbrüchen vorausgegangen ist. Insofern warten Händler effektiv auf eine Bestätigung der Richtung, während die Neutralität des SOPR den Markt im Gleichgewicht hält.
Breitere Marktdaten zeigen, dass Bitcoin in einem Tauziehen zwischen spekulativer Hebelwirkung und institutioneller Akkumulation gefangen ist, wobei jede Seite die Preise in unterschiedliche Richtungen zieht.
Spekulation vs. echte Nachfrage
Auf der einen Seite hat die spekulative Aktivität fast Rekordniveaus erreicht. Beispielsweise stieg das Open Interest auf den Börsen auf über $40 Milliarden, ein Wert nahe den Allzeithochs.
Positive Finanzierungssätze zeigen zudem eine starke Long-Bias, da Wale und kurzfristige Händler aggressiv auf einen weiteren Anstieg setzen. Dieser Optimismus kommt jedoch mit einer Fragilität. Wenn die Hebelwirkung so stark auf eine Seite verzerrt ist, kann selbst ein bescheidener Kursrückgang eine Kaskade von erzwungenen Liquidationen auslösen. Dies könnte Bitcoin in scharfe, kurzfristige Korrekturen schicken.
Solche Volatilität ist ein wiederkehrendes Merkmal, wann immer die spekulative Positionierung dem Markttiefe vorausläuft.
Auf der anderen Seite verstärkt sich die langfristige Unterstützung weiterhin. Institutionelle Nachfrage, angeführt von ETFs und Unternehmens-Treasuries, hat still und heimlich über 1,3 Millionen BTC akkumuliert und damit den langfristigen Kursverlauf verankert. Im Gegensatz zu spekulativen Strömen sind diese Zuflüsse weniger empfindlich gegenüber kurzfristigem Marktrauschen und reflektieren eine wachsende Anerkennung von Bitcoin als strategisches Asset.
Das Ergebnis ist ein geschichteter Markt: Spekulative Hebelwirkung diktiert kurzfristige Turbulenzen, während institutionelle Nachfrage auf den langfristigen Kursverlauf hindeutet.

