Ungewisses Aufheben der Internetsperre: Iranische Regierung zeigt sich zuversichtlich
Die iranische Regierung hat sich nach einer fast vier Tage andauernden Internetsperre erstmals zu einer möglichen Lockerung dieser restriktiven Maßnahme geäußert. Der Sprecher des Außenministeriums, Ismail Baghai, erklärte, dass die Sicherheitsbehörden des Landes im Hinblick auf die aktuelle Lage entsprechende Entscheidungen getroffen hätten. Es bestehe Hoffnung, dass sich das Problem im Zuge eines laufenden Prozesses, der – so Gott will – bereits im Gange sei, und durch die sich verbessernde Situation bald lösen werde.
Seit dem vergangenen Donnerstagabend hat der iranische Staatsapparat den Internetzugang für die Bevölkerung vollständig blockiert. Diese Maßnahme hat Millionen Iraner im Ausland in große Sorge um ihre Angehörigen in der Heimat versetzt, insbesondere angesichts des gewaltsamen Vorgehens der Sicherheitskräfte gegen die anhaltenden Proteste. Die Sperren sollen die Kommunikation unter den Demonstranten erschweren und die Veröffentlichung von Berichten, Fotos und Videos über die massiven Proteste verhindern.
Baghai ergänzte zudem, dass der iranische Außenminister Abbas Araghtschi die Internetsperre bei einem Treffen mit Diplomaten behandelt habe. Man stehe in engem Kontakt mit den in Teheran ansässigen Botschaften und Konsulaten, um Wege zur Lösung der infolge der Störung entstandenen Probleme zu finden.

