Sommerruhe an Europas Märkten: Eine nüchterne Zwischenbilanz
Die europäischen Börsen zeigen sich vor dem Wochenende in ruhiger Verfassung. Nach teils turbulenten Tagen bewegt sich der EuroStoxx 50 heute kaum, notiert jedoch leicht im Plus mit 5.258,66 Punkten. Ähnlich ruhig verlief der Handel in der Schweiz und Großbritannien, wo der SMI und der FTSE 100 ebenfalls nur geringfügige Veränderungen aufweisen.
Marktexperten sehen die Stille als Vorbereitung auf potenzielle Handelsimpulse aus den USA. Doch trotz der Waffenruhe im Nahen Osten lässt sich keine ausgeprägte Euphorie bei den Investoren wahrnehmen. Es sind noch viele Unsicherheiten bezüglich der Handelspolitik vorhanden, die jederzeit die optimistische Grundhaltung trüben könnten.
Eine auffällige Sektorrotation gibt dem Markt dennoch etwas Dynamik. Während die zuvor starken Autowerte eine Verschnaufpause einlegen, zeigen Rohstoff- und Einzelhandelstitel Stärke. Besonders hervorzuheben sind die Aktien von H&M, die dank solider Quartalszahlen um 5,3 Prozent steigen konnten. Die Deutsche Bank lobt die Ergebnisse als positive Überraschung.
Auch die Finanzdienstleister stehen im Fokus. Vorneweg die UBS, deren Diskussion zur Kapitalstärkung vertagt wurde und die dadurch um 1,6 Prozent zulegen konnte. Im Technologiesektor hingegen trübte ASML die Stimmung etwas; trotz einer Kurszielanhebung durch Jefferies fiel die Aktie leicht zurück.
Die Analysten stuften sie aufgrund eingeschränkter Wachstumsaussichten von 'Buy' auf 'Hold' herab.

