Software-Giganten in den Startlöchern: Ein neuer Akt im K.I.-Zyklus
Der rasante Aufstieg von Nvidia in diesem Jahr mag verpasst worden sein, doch die Zukunft der künstlichen Intelligenz birgt noch viele Chancen. Während bislang Hardware-Giganten wie Nvidia im Rampenlicht standen, könnte sich das Blatt spätestens 2025 zugunsten der Software-Pioniere wenden.
Bisher war Nvidia der Motor der KI-Revolution, indem das Unternehmen leistungsstarke Chips lieferte. Doch in den kommenden Jahren könnten Software-Schwergewichte die Zügel übernehmen und Unternehmen befähigen, diese Daten effizient zu nutzen.
Wedbush-Analysten um Daniel Ives sehen den Anbruch der "Enterprise Consumption Phase" ab 2025 und erwarten eine explosionsartige Zunahme der Anwendungsfälle im Softwarebereich. Ein wesentlicher Katalysator dürfte die Einführung von großen Sprachmodellen und die tatsächliche Nutzung generativer KI sein.
Dies könnte der Beginn einer Wachstumsgeschichte für den Softwaresektor und eine bedeutende Weichenstellung sein, von der auch Unternehmen wie Palantir und Salesforce profitieren könnten. Palantir Technologies, bekannt für seine Vorzüge in KI und Datenanalysen, ist ein Favorit.
Der Aktienkurs des Unternehmens hat sich in diesem Jahr vervierfacht, angekurbelt durch wachsende Nachfrage und bedeutende Partnerschaften. Die Lösungen von Palantir helfen Regierungen sowie Unternehmen, schnell und sicher wertvolle Muster in großen Datensätzen zu entdecken.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Zusammenarbeit mit der US-Regierung und großen Konzernen wie dem europäischen Luftfahrtunternehmen Airbus und dem deutschen Gesundheitsriesen Merck KGaA. Während staatliche Aufträge weiterhin wichtig bleiben, prognostiziert Wedbush, dass Unternehmen der Haupttreiber hinter den IT-Ausgaben im Jahr 2025 sein werden.
Die aufstrebenden Einsatzmöglichkeiten von Palantirs Produkten und die wachsende Nachfrage nach unternehmensweiter generativer KI könnten den US-Geschäftsbereich des Unternehmens in den nächsten 12 bis 18 Monaten maßgeblich vorantreiben. Palantir könnte sich somit im kommenden Jahrzehnt mit seinen Produkten zur nächsten großen Nummer im Technologiebereich entwickeln – trotz skeptischer Stimmen, die diesem "Messi der KI" immer noch begegnen.

