Softbank stärkt Intel den Rücken: Ein neuer Großaktionär aus Japan betritt die Bühne
Der strauchelnde US-Chipgigant Intel erhält frischen Wind aus Asien. Der japanische Technologieriese Softbank, unter der Führung des umtriebigen Milliardärs Masayoshi Son, investiert in Intel mit einem gewichtigen Kauf von Aktien im Wert von zwei Milliarden US-Dollar. Der Kaufpreis beläuft sich auf 23 Dollar pro Aktie und liegt damit unter dem Schlusskurs von 23,66 Dollar. Im frühen Handel am Dienstag verzeichnete die Intel-Aktie daraufhin ein beeindruckendes Plus von sieben Prozent und erreichte rund 25 Dollar.
Zuvor büßte die Aktie im regulären Montagshandel rund 3,7 Prozent ein. Ein möglicher Grund: Ein Bericht von Bloomberg deutet an, dass die US-Regierung an einer zehnprozentigen Beteiligung an Intel interessiert ist. Dies könnte im Zuge von milliardenschweren Subventionen geschehen, die in der Amtszeit von Präsident Biden zugesagt wurden. Analysten vermuten, dass ein solcher Schritt bei Aktionären auf wenig Gegenliebe stoßen könnte, gegebenenfalls aber von staatlicher Seite erwartet wird.
Intel, einstiger Marktführer im Halbleiterbereich, kämpft seit längerer Zeit mit Rückschlägen. Besonders im florierenden Segment der Künstlichen Intelligenz überholte Nvidia den Chip-Pionier. Im traditionellen Geschäft mit PC-Prozessoren und Datencenter-Chips wächst der Druck. Während Nvidia-Aktien seit Ende 2022 um über 1.100 Prozent explodierten, sieht Intel aktuell ein Kursminus von rund zehn Prozent gegenüber Anfang des Jahres. Seit dem Höchststand Anfang 2020 ist der Wert gar um zwei Drittel gesunken.
Softbank richtet ihren Blick verstärkt auf die USA und ist unter anderem an dem ambitionierten Stargate-Projekt beteiligt, das gigantische KI-Rechenzentren schaffen soll. Zusätzlich hält der Konzern die Mehrheit am Chipdesigner Arm, einer weiteren Schlüsselkomponente in der Welt der Technologie.

