Sinkender Fischkonsum: Deutsche essen weniger Fisch - trotz stabiler Preise
Der Trend des sinkenden Fischkonsums in Deutschland setzt sich im zweiten Jahr in Folge fort. Laut aktuellen Zahlen des Fisch-Informationszentrums (FIZ) zeigte sich, dass stabile Fischpreise keine nennenswerte Besserung der Konsumlaune bewirkten. Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch, der 2024 von 13,4 auf 12,8 Kilogramm fiel, rangiert Deutschland im internationalen Vergleich weiterhin am unteren Ende. Bereits im Vorjahr hatte es einen ähnlichen Einbruch gegeben.
Während das Fisch-Informationszentrum eine Verlagerung des Konsums auf das Niveau des Vorjahres sieht, schildert das Bundeslandwirtschaftsministerium abweichende Zahlen und setzt den Verbrauch bei 12,1 Kilogramm an. Diese Unterschiede sind dem FIZ bekannt, und es führte einen Sondereffekt aus dem Ende des Jahres 2023 als Ursache an. Die Einlagerung von Weißfisch, wie zum Beispiel Alaska-Seelachs, wurde dem Jahr 2024 zugeschrieben.
Die Fischpreise blieben konstant und halfen somit, den Absatz stabil zu halten. Durchschnittlich mussten Verbraucher 12,1 Euro pro Kilogramm Fisch zahlen. Die höchsten Preise wurden für geräucherten Fisch erzielt, während Fisch aus der Konserve am günstigsten blieb. Überraschungen blieben auch 2025 aus, und konkrete Entwicklungen könnten erst nach dem Weihnachtsgeschäft bewertet werden.
Lachs bleibt weiterhin der unangefochtene Favorit unter den deutschen Fischsorten, dicht gefolgt vom Alaska-Seelachs und Thunfisch. Neuerdings finden immer häufiger auch Pangasius und Kabeljau ihren Weg auf die Teller. Discounter sind mit einem Verkaufsanteil von etwa 50 Prozent die führende Einkaufsquelle, während Supermärkte 40 Prozent des Marktes ausmachen. Fischfachgeschäfte hingegen haben nur einen marginalen Anteil. Über diesen Trend zeigte sich die Vorsitzende des FIZ, Petra Weigl, bedauernd.

