Silent Hill f ein Soulslike? Produzent rechnet mit Fans ab und stellt alles klar!
Die Nebelschwaden lichten sich langsam und geben den Blick frei auf eine glorreiche Rückkehr, auf die Horror-Fans seit Jahren gewartet haben. Mit dem Remake von Silent Hill 2 und dem mit Spannung erwarteten, völlig neuen Ableger Silent Hill f erhebt sich die legendäre Franchise aus ihrem langen Schlaf. Doch inmitten der aufkeimenden Euphorie hat sich ein hartnäckiger Vergleich eingenistet, der in den Foren und sozialen Medien für hitzige Debatten sorgt. Immer wieder wird Silent Hill f in die sogenannte „Soulslike“-Schublade gesteckt – ein Etikett, das Serienproduzent Motoi Okamoto nun in einem Interview mit IGN auf der Gamescom 2025 vehement und mit deutlichen Worten zurückgewiesen hat.
Ein Stigma namens Soulslike
Der Kern des Anstoßes scheint in den bisher gezeigten Kampfelementen zu liegen. Ein methodischeres, langsameres Nahkampfsystem, bei dem das Management von Ausdauer eine entscheidende Rolle spielt, genügt vielen modernen Spielern offenbar, um den direkten Vergleich zu den Werken von FromSoftware zu ziehen. Okamoto bezeichnete dieses Label jedoch als „ein wenig unaufrichtig“. Er erklärte, dass die Community Reflexe entwickelt habe: „Moderne Spieler sehen, oh, da ist eine Ausdauerleiste, es gibt eine Ausweichrolle, und sie sagen: ‚Okay, es ist ein Soulslike.‘“ Für den Produzenten ist diese Schlussfolgerung jedoch ein Trugschluss, der die eigentlichen Wurzeln und die Identität der eigenen Serie verkennt.
Ein Blick in die eigene DNA
Okamoto holte zu einem argumentativen Gegenschlag aus, indem er den Blick von der Konkurrenz ab- und auf die eigene, reiche Vergangenheit lenkte. Er betonte, dass viele dieser als „soulslike“ bezeichneten Mechaniken tatsächlich tief in der DNA klassischer Silent Hill-Titel verankert sind, lange bevor Demon’s Souls 2009 das Licht der Welt erblickte. „Schaut euch Silent Hill 4 an – dort gibt es eine Aufladeanzeige für eure Angriffe, ähnlich unserem Fokusmeter. Und sogar in Silent Hill 3 gibt es eine Ausdauerleiste.“ Diese Elemente sind also keine Anleihen bei einem fremden Genre, sondern eine logische Weiterentwicklung der eigenen Geschichte und eine Rückbesinnung auf die ursprünglichen Tugenden des Survival-Horrors.
Manifest des Action-Horrors
Der Produzent bekräftigte seine Position, indem er das Genre des Spiels klar definierte und damit einen unmissverständlichen Schlussstrich unter die Debatte zog. „Diese Dinge sind nicht neu und exklusiv für Soulslike-Spiele“, sagte Okamoto. „Sie sind seit sehr, sehr langer Zeit ein Teil von Action-Horror-Spielen. Wir möchten nochmals betonen, dass wir ein Action-Horror-Titel sind, aber wir sind kein Soulslike.“ Diese klare Ansage wird durch die bereits bekannten Details zum Gameplay untermauert. In Silent Hill f übernimmst du die Rolle der Protagonistin Hinako Shimizu und navigierst durch die albtraumhafte Anderswelt, konfrontiert mit bizarren Monstern und den Echos deines eigenen Traumas. Ein Crafting-System, Waffenhaltbarkeit und ein Progressionssystem zur Verbesserung von Hinakos Werten deuten auf ein tiefgründiges, aber eigenständiges Erlebnis hin, das am 25. September erscheinen soll.
Silent Hill f
Eine neue Geschichte im Japan der 1960er Jahre: In der abgelegenen Bergstadt Ebisugaoka führt die Teenagerin Shimizu Hinako ein unscheinbares Leben – bis ein dichter Nebel herabsteigt und ihr einst vertrautes Zuhause in einen verlassenen und erschreckenden Ort verwandelt.


