Silberpreis stabilisiert sich nach stürmischem Wochenbeginn

Die jüngsten Entwicklungen auf dem Silbermarkt haben zu einer temporären Beruhigung geführt. Trotz eines Anstiegs in der Wettphase des Londoner Metallhandels, setzte sich der Handelspreis für eine Feinunze Silber bei mittäglichen 74,42 US-Dollar fest. Diese Notierung liegt zwar oberhalb des Vorabendwertes, entspricht jedoch den Preisniveaus vom vergangenen Freitag.
Den dynamischen Start in die Woche verdankte der Silbermarkt der wieder gestärkten Nachfrage aus China und den Kommentaren des einflussreichen Unternehmers Elon Musk. Letzterer kritisierte kürzlich chinesische Exportbeschränkungen scharf und unterstrich die immense Bedeutung von Silber in industriellen Anwendungen. Dies befeuerte zunächst das Vertrauen der Anleger und führte zu bemerkenswerten Wertzuwächsen, die schließlich am Montagabend mit einem Preisgipfel von 84,01 US-Dollar kulminierten, gefolgt von einem rapiden Rückgang auf 70,54 US-Dollar.
Diese starke Preiskorrektur markierte den heftigsten Tagesverlust seit über fünf Jahren und unterstreicht die unlängst eingeschlagene Aufwärtsbewegung des Edelmetalls, das zu Jahresbeginn noch bei rund 30 Dollar notierte. Die Nachfrage nach Silber hat stark zugenommen, befeuert durch geopolitische Spannungen, fallende Zinsen in den USA sowie den wachsenden Bedarf im Bereich der erneuerbaren Energien, insbesondere der Photovoltaik.
Laut Dilin Wu von der australischen Pepperstone Group war der Preissturz auf Gewinnmitnahmen spekulativer Investoren zurückzuführen, wobei die grundlegende Marktlage stabil bleibt.
Parallel zu den Entwicklungen im Silbermarkt, stabilisierte sich auch der Goldpreis. Nachdem das gelbe Edelmetall zu Wochenbeginn deutlichen Schwankungen ausgesetzt war und beinahe ein Rekordhoch erreicht hätte, setzte es sich letztlich bei 4.385 US-Dollar fest.

