Sicherheitsgarantien für die Ukraine im Fokus bevorstehender Verhandlungen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht in den kommenden Gesprächen mit Vertretern aus den USA, Europa und der NATO eine Chance für bedeutsame Fortschritte bei der Sicherung von umfassenden Sicherheitsgarantien für die Ukraine. In einer Videobotschaft aus Kiew betonte er die Dringlichkeit der Klärung jedes Details, wie diese Schutzmaßnahmen in der Luft, zu Lande und zu Wasser ausgestaltet werden sollten, sofern der Krieg beendet wird.
Am Samstag, den 3. Januar, ist ein Treffen der nationalen Sicherheitsberater in Kiew geplant, zu dem sich Vertreter aus 15 Ländern sowie der EU und der NATO angekündigt haben. Das amerikanische Team wird virtuell teilnehmen. Auf die initialen Diskussionen folgt am 5. Januar ein Austausch auf Ebene der Generalstabschefs, bevor ein Gipfel der sogenannten "Koalition der Willigen" am Dienstag stattfindet. Die Ukraine bereitet sich intensiv auf produktive Gespräche vor.
Darüber hinaus sprach Selenskyj mit dem Präsidenten Zyperns, Nikos Christodoulides, der derzeit den EU-Ratsvorsitz innehat, über die EU-Mitgliedschaft der Ukraine als möglichen Sicherheitsanker. Parallel dazu setzt die Ukraine ihre Bemühungen fort, erhebliche Unterstützung von internationalen Partnern zu erhalten, insbesondere für die Verteidigung an der Front: Waffen, Flugabwehrraketen und Technologien stehen im Mittelpunkt.
Ebenfalls thematisiert wurde der Besuch des Chefunterhändlers Rustem Umjerow in der Türkei, mit dem Ziel, den Austausch von Gefangenen wieder in Gang zu bringen, der nach einer aktiveren Phase 2025 ins Stocken geraten ist. Trotz intensiver Friedensverhandlungen, die vom ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump initiiert wurden, bleibt ein baldiges Kriegsende außer Reichweite. Russland wird bei den bevorstehenden Treffen keine Rolle spielen.

