Sicherheitsfragen im Captain-Cook-Hotel: Brisante Unterlagen entdeckt
In einer überraschenden Wendung in Anchorage tauchten gefundene Dokumente im Captain-Cook-Hotel auf, die Licht auf das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin werfen. Das Radio-Netzwerk NPR berichtete, dass die acht Seiten im Business Center des Hotels entdeckt wurden, nur eine kurze Fahrt von der Elmendorf-Richardson-Militärbasis entfernt, dem Schauplatz der Gespräche. Die Papiere illustrieren das geplante Gipfeltreffen bis ins Detail. Ein aufschlussreicher Zeitplan, detaillierte Besprechungsräume, Ansprechpartner des US-Außenministeriums samt Telefonnummern sowie das Menü des Mittagessens wurden aufgedeckt.
Darüber hinaus fanden sich Mini-Biografien der Teilnehmenden inklusive Aussprachanleitungen, wobei die Aussprache von Putins Nachnamen wie "POO-tihn" vermerkt war. Die Regierung verwies solche Berichte ins Reich der Lächerlichkeit: „Die Dokumente ein Sicherheitsrisiko zu nennen und ein Mittagsmenü zu veröffentlichen, ist absurd", ließ eine Regierungssprecherin gegenüber ABC News verlauten, ohne allerdings das Auffinden der Dokumente zu leugnen.
Sicherheitsexperten betrachteten den Vorgang weitaus ernster. So äußerte Jon Michaels, Juraprofessor der Universität UCLA, massive Bedenken: Die Situation sei symptomatisch für die mangelnde Sorgfalt und Expertise innerhalb der Administration. Laut Michaels sei es unentschuldbar, heikle Dokumente im Drucker liegen zu lassen.

