Sichere Zahlungsmethoden im Internet

22. Dezember 2020, 08:39 Uhr · Quelle: klamm.de
Foto: pixabay / CC0 Creative Commons

Heute ist es ein völlig normaler Vorgang, im Internet einzukaufen und zu bezahlen. Der Onlinehandel wächst stetig und Unternehmen richten sich immer mehr darauf ein, ihre Dienstleistungen und ihr Angebot an Waren online zur Verfügung zu stellen. Am sichersten ist die Zahlung per Rechnung, jedoch bieten dies nicht alle Händler an. Neben Zahlungsmethoden wie Lastschrift, Vorkasse oder Rechnung gibt es Drittanbieter, die sich zwischen Händler und Kunde schalten (Paypal, Amazon Pay, Klarna etc.). Onlineshoppen macht Freude - doch welches Zahlungssystem ist so sicher, dass die Freude nach dem Kauf nicht überschattet wird? Nachfolgend werden verschiedene Methoden beleuchtet und die unterschiedlichen Abläufe vorgestellt.

Paypal

Mit dieser Zahlungsmethode kann man das Girokonto mit einem virtuellen Konto verknüpfen. Die Zahlungsabwicklung erfolgt nicht direkt über das eigene Konto, sondern über das Paypal-Konto. Der gezahlte Betrag wird im Anschluss vom Girokonto abgebucht. Paypal gilt als relativ sicher. Ein großer Vorteil ist die Geschlossenheit, denn Paypal nutzt keine Zugangsdaten zum Onlinebanking, wie es beispielsweise bei Direktüberweisungssystemen der Fall ist. Die Datenübertragung erfolgt verschlüsselt und Paypal bietet einen Käuferschutz, der zum Tragen kommt, wenn ein Verkäufer nicht liefert. Das Bezahlen mit Paypal ist für Käufer kostenfrei. Händler zahlen für jeden Geldeingang einen bestimmten Betrag, der sich aus einem prozentualen Anteil und einem Grundbetrag zusammensetzt.

Klarna (Sofortüberweisung)

Klarna bietet verschiedene Optionen der Kaufabwicklung an: auf Rechnung, per Lastschrift, per Ratenzahlung und per Sofortüberweisung. Käufer können zudem eine Verlängerung des Zahlungsfrist um bis zu 60 Tage (kostenpflichtig) sowie die Möglichkeit der Umwandlung eines Rechnungskaufes in Ratenzahlung nutzen. Klarna konnte mit der Übernahme der Sofort GmbH sein Bezahlsystem ausweiten, sodass Käufer Überweisungen in Echtzeit veranlassen können. Ähnlich wie bei anderen Zahlungsdienstleistern, wird mit der Klarna Sofortüberweisung das Unternehmen bevollmächtigt, die Zahlung stellvertretend zu veranlassen. Dies geschieht, indem der Bezahldienst die Zugangsdaten für das Onlinebanking-System erhält. Bei Onlinebanking-Systemen kommuniziert der Kunde direkt mit der Bank. Diese direkte Verbindung wird durch einen Vermittler gekappt, der im Namen des Kunden die Zahlung beauftragt. Deshalb vermittelt Klarna einerseits zwischen der Bank und dem Kunden sowie auch zwischen dem Händler und dem Kunden. Das Ziel dabei ist, den Kauf und die Zahlung zügig abzuwickeln.

Amazon Pay

Um das Dienstleistungs- und Produktportfolio auszuweiten, bietet Amazon seit 2011 eine Zahlungsdienstleistung mit dem Namen Amazon Pay an. Kunden können somit ihre Käufe bei verschiedenen Händlern bezahlen, ohne ihre Zahlungsdaten angeben zu müssen. Verschiedene Onlineshops sind eine Partnerschaft mit Amazon eingegangen. In dem jeweiligen Onlineshop wählen Kunden als Bezahloption Amazon Pay aus. Danach erfolgt eine Weiterleitung zum eigenen Amazon-Konto. Der Händler erhält keine Details zu den Zahlungsinformationen. Der Verkäufer bekommt eine Bestätigung, dass die Zahlung vorgenommen wurde. Die Abwicklung der Zahlung findet über Amazon statt. Amazon nimmt das Geld für die Bestellung entgegen und leitet dieses an den Verkäufer weiter. Für Kunden ist Amazon Pay gratis, lediglich der Händler zahlt den Service, wenn er Amazon Pay für seinen Shop nutzen möchte. Durch die A-bis-Z-Garantie sind Bestellungen über Amazon Pay abgesichert. Die Händler stellen mit dieser Garantie eine zusätzliche Sicherheit für die Käufer bereit. Die Garantie umfasst die Erstattung (in bestimmten Fällen), die rechtzeitige Lieferung und den Zustand der Ware.

Paysafecard

Die Paysafecard ist ein elektronisches Zahlungsmittel, das man an vielen Verkaufsstellen erwerben kann. Die Angabe von persönlichen Daten ist dabei nicht notwendig. Es handelt sich um ein elektronisches Zahlungsmittel, um eine Art Wertkarte. Zahlreiche Verkaufsstellen bieten verschiedene Paysafecard-Guthaben im Bereich von 10 Euro und 100 Euro an. Eine Firma namens Paysafe wurde 2000 in Österreich gegründet. Der Hauptsitz dieser Firma befindet sich in Wien. Heute ist Paysafecard eine der besten und sichersten Zahlungsmethoden der Welt und lässt sich überall vom Online-Shopping bis hin zu Online Spiel-Plattformen finden. Übrigens ist der Bereich der Online-Casinos keine Ausnahme, in dem Sie mit Paysafecard online Ein- und Auszahlungen tätigen können. Auch ein Onlinekauf ist möglich. Die Wertkarte enthält einen 16-stelligen PIN-Code. Diesen Code kann man bei vielen Onlineshops anwenden und so den Kauf abwickeln. Sobald kein Guthaben mehr vorhanden ist, verliert der PIN-Code seine Gültigkeit. Die Zahlung mit der Paysafecard zählt zu den sicheren Zahlungsmethoden, vor allem deshalb, weil keine Angabe von persönlichen Daten erforderlich ist. Beim Kartenmissbrauch kann höchstens der Betrag auf der Karte verloren gehen. Registrierte Paysafecard-Inhaber können mehrere Wertkarten bis zum Höchstbetrag von 1000 Euro nutzen.

Giropay

Hierbei handelt es sich um ein Bezahlverfahren für Onlineeinkäufe, das von mehr als 1500 Banken und Sparkassen angeboten wird. Dem Grunde nach erfolgt eine Onlineüberweisung, die direkt über das Onlinebanking des eigenen Girokontos abgewickelt wird. Die Nutzung von Giropay beinhaltet keine Kosten und eine Anmeldung oder Registrierung ist nicht notwendig. Beim Onlineshopping wählen Kunden Giropay aus, im Anschluss erfolgt eine Weiterleitung zum Onlinebanking der eigenen Bank. Der Käufer loggt sich wie gewohnt ein. Alle erforderlichen Daten wie Empfänger, Rechnungsbetrag und Verwendungszweck sind bereits hinterlegt, sodass die Überweisung nur noch mittels TAN freigegeben werden muss. Direkt nach Abschluss des Zahlungsvorgangs erhält der Verkäufer die Info, dass der Betrag überwiesen wurde. Die Ware kann dann umgehend versendet werden.

Sofortüberweisung

Die Sofortüberweisung ähnelt der Onlineüberweisung vom eigenen Girokonto aus. Der Unterschied ist, dass das Geld sofort übertragen wird. Die Zahlungsmethode heißt inzwischen nur noch "Sofort". Sofern der Onlineverkäufer diesen Zahlungsweg anbietet, wählen Kunden die Sofortüberweisung als Zahlungsmethode aus. Danach erfolgt eine direkte Weiterleitung auf ein Formular. Dort ist der Geldbetrag sowie die Empfängerdaten bereits gespeichert. Jetzt prüft der Käufer die Angaben und wählt die Bankleitzahl der Bank aus. Nun loggt sich der Kunde wie gewohnt ein. Nachdem die Weiterleitung zur eigenen Bank stattgefunden hat, ist die weitere Vorgehensweise genau wie bei einer normalen Onlineüberweisung. Daraufhin wird die TAN eingegeben, bestätigt und somit ist der Überweisungsauftrag abgeschlossen. Nach dem Verfahren gelangt der Kunde zum Onlineshop zurück, da die Sofortüberweisung nicht über das Onlinebanking sondern vom Shop aus vorgenommen wurde.

Der Kunde erhält nun eine Zusammenfassung aller Daten oder eine Kaufbestätigung. Im Gegensatz zur normalen Onlineüberweisung erhält der Verkäufer bei einer Sofortüberweisung das Geld umgehend. Die Zahlungsmethode geht schnell, ist bequem und die Ware ist zügig beim Kunden.

Fazit

Verschiedene Zahlungsmethoden ermöglichen einen sicheren Einkauf im Internet. Natürlich kann keine absolute Sicherheit garantiert werden. Ein Tipp ist, regelmäßig die Vorgänge auf dem eigenen Konto zu kontrollieren. Wenn Ungereimtheiten auftreten, dann sollte eine sofortige Kontaktaufnahme mit dem jeweiligen Anbieter erfolgen. Auch das Prüfen des jeweiligen Onlineshops ist wichtig. Wirkt dieser seriös? Nutzt der Shop eine verschlüsselte Verbindung? Man kann auch auf bekannte Test- und Gütesiegel achten, welche sich oft im unteren oder oberen Bereich einer Homepage befinden.

Internet / Payment / Online-Zahlungsmethoden
22.12.2020 · 08:39 Uhr
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