Wackelpartie an Wall Street: KI-Investitionen unter Anlegerdruck

Die Unsicherheiten rund um die intensiven Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) führten am Donnerstag zu einer durchweg negativen Stimmung an den New Yorker Börsen. Investoren hinterfragen zunehmend, ob die großen Technologiekonzerne in der Lage sein werden, die getätigten Ausgaben in nachhaltig profitable Einnahmen umzuwandeln. Diese Bedenken beschränken sich dabei längst nicht mehr auf den Technologiesektor allein, sondern durchdringen inzwischen eine Vielzahl von Branchen.
Die allgemeine Nervosität spiegelte sich deutlich in einem Rückgang der Edelmetallpreise wider, insbesondere Gold und Silber, da Anleger in einem Versuch, die Verluste auszugleichen, aus diesen Märkten flüchteten. Ein ähnliches Rückzugsverhalten war auch an den Öl- und Bitcoin-Märkten zu beobachten.
Der von Technologiegiganten dominierte Nasdaq 100 schloss mit einem Verlust von 2,04 Prozent bei 24.687,61 Punkten. Auch der breit gefächerte S&P 500 sank um 1,57 Prozent auf 6.832,76 Zähler, während der Dow Jones Industrial um 1,34 Prozent auf 49.451,98 Punkte abrutschte.
Im Technologiebereich mussten die Aktien von Cisco trotz positiver Quartalsergebnisse deutliche Einbußen von über 8 Prozent hinnehmen, ausgelöst durch enttäuschende Margenprognosen. Auch der Logistiksektor wurde von KI-Ängsten erfasst, wobei CH Robinson Worldwide massive Verluste von etwa 15 Prozent verbuchte, als Folge von Berichten über die mögliche Auswirkung der neuen KI-Plattform SemiCab.
Entgegen der allgemeinen Marktschwäche konnte McDonald's mit einem Kursgewinn von 2,7 Prozent und einem neuen Rekordhoch glänzen. Dank eines verstärkten Angebots günstigerer Menüoptionen in den USA erzielte die Fastfood-Kette ein beschleunigtes Wachstum und solide Quartalsergebnisse.
Im Dow zählten die Aktien der „Old Economy“ zu den gefragtesten Titeln, mit Walmart und McDonald's an der Spitze. Dagegen zählte Apple mit einem Kursverlust von 5 Prozent zu den schwächeren Performern.

