Stabile Euro-USD Wechselkurslage trotz spannender Datenlage

Der Euro zeigte sich am Donnerstag im Vergleich zum US-Dollar weitgehend stabil. Am Nachmittag notierte die gemeinsame europäische Währung bei 1,1881 US-Dollar und verharrte damit auf dem Niveau vom frühen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs leicht niedriger bei 1,1874 Dollar fest, nach 1,1900 Dollar am Vortag. Der Dollar wurde demnach mit 0,8421 Euro bewertet, im Vergleich zu 0,8403 Euro am Mittwoch.
In den USA sorgten die jüngsten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für gemischte Reaktionen. Diese waren zwar zurückgegangen, Analysten hatten jedoch mit einem stärkeren Rückgang gerechnet. Der geprüfte US-Arbeitsmarktbericht für Januar hatte am Mittwoch die Erwartungen an baldige Zinssenkungen gedämpft, was den Euro leicht belastete.
Mit Spannung erwarten die Anleger die für Freitag terminierten Inflationsdaten aus den USA. Diese könnten maßgebliche Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve liefern. Analysten prognostizieren einen Rückgang der Inflationsrate im Jahresvergleich auf 2,5 Prozent, was dem Inflationsziel der US-amerikanischen Währungshüter von 2 Prozent nahekommt.
Im Vereinigten Königreich zeigte sich das britische Pfund von neuen Wachstumszahlen gänzlich unbeeindruckt. Die britische Wirtschaft stagnierte im Herbst überraschend, doch Volkswirt Rob Wood von Pantheon Macroeconomics lobte das dezente Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im Dezember, das trotz politischer Unsicherheiten und eines Ärztestreiks im Dezember einen stabilen Eindruck hinterließ.
Die EZB legte die Referenzkurse für den Euro gegenüber anderen Währungen auf 0,87110 britische Pfund, 182,52 japanische Yen und 0,9142 Schweizer Franken fest. Der Goldpreis fiel zuletzt auf 5.062 Dollar je Feinunze, rund 22 Dollar weniger als am Tag zuvor.

