Shell trotzt Erwartungen: Gewinnrückgang im dritten Quartal weniger drastisch als befürchtet
Die Energiewelt schaut gebannt auf die jüngsten Zahlen von Shell: Der britische Ölkonzern konnte den erwarteten Gewinnrückgang im dritten Quartal glimpflicher gestalten als von vielen Analysten vorausgesagt. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn sank zwar im Zeitraum bis Ende September um rund 10 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar, doch im Vorfeld hatten Marktexperten lediglich mit 4,7 Milliarden Dollar gerechnet.
Eine erfreuliche Entwicklung zeigte sich im Vergleich zum zweiten Quartal vor allem im Gas- und Ölgeschäft. Diese Sparten erholten sich, nachdem zuvor Schwankungen, begünstigt durch geopolitische Veränderungen, für Unsicherheiten gesorgt hatten.
Diese Volatilität hatte unter anderem zu einem Rückgang der Ölpreise geführt, mit dem die gesamte Branche, einschließlich der Wettbewerber BP, Chevron und Totalenergies, zu kämpfen hatte. Zur Bewältigung dieser Herausforderungen setzten die Konzerne auf Maßnahmen wie den Abbau von Arbeitsplätzen und eine Reduzierung der Investitionen. Vor diesem Hintergrund möchte Shell sein Aktienrückkaufprogramm jedoch wieder aufnehmen und plant, im vierten Quartal Aktien im Wert von 3,5 Milliarden Dollar zurückzukaufen.

