Selenskyj warnt vor russischen Aggressionen: Moldau im Fokus der internationalen Gemeinschaft
Vor den Vereinten Nationen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine deutliche Warnung hinsichtlich weiterer russischer Aggressionen ausgesprochen. Insbesondere die Republik Moldau befindet sich laut Selenskyj derzeit in der Verteidigungslinie gegen russische Übergriffe. Die internationale Reaktion auf diese Bedrohung erachte er als unzureichend.
Selenskyj forderte die Europäische Union auf, Moldau sowohl finanziell als auch durch Unterstützung im Energiesektor zu helfen und die Menschenrechte zu sichern. „Es kostet Europa nicht viel, Moldaus Stabilität zu wahren. Das Versäumnis könnte hingegen teuer werden“, betonte der ukrainische Präsident.
Auch das Eindringen russischer Luftfahrzeuge in den polnischen und estnischen Luftraum verdeutlichte laut Selenskyj den dringenden Handlungsbedarf. Im Kontext dieser Spannungen hatte die proeuropäische Präsidentin Moldaus, Maia Sandu, ebenfalls ihre Besorgnis über russische Einmischung geäußert. In Moldau stehen Parlamentswahlen an, und erste Maßnahmen gegen mögliche russische Einflussnahme wurden bereits ergriffen. Bei landesweiten Razzien wurden 74 Personen verhaftet, die beschuldigt werden, Massenunruhen vorbereitet zu haben.

