Selenskyj und Trump treffen sich in Davos: Neues Momentum für Friedensgespräche
In der hochalpinen Kulisse des Weltwirtschaftsforums in Davos ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eingetroffen, um sich mit US-Präsident Donald Trump zu treffen. Diese Begegnung war kürzlich von Trump selbst angekündigt worden und wird von der Regierung in Kiew bestätigt. Selenskyj plant außerdem, auf dem Forum eine Ansprache zu halten. So verläuft die Ankündigungspolitik des ukrainischen Präsidialamts, das Reisen des Staatsoberhaupts erst nach dessen sicherer Ankunft öffentlich macht.
Doch nicht nur in der Schweiz, auch in Moskau wird es diplomatisch: US-Unterhändler Steve Witkoff ist dort, um Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu führen. Beide Treffen unterstreichen die international fortdauernden Anstrengungen zur Beendigung des jahrelangen Ukraine-Konflikts, der sowohl regionale Stabilität als auch globale Märkte beeinflusst.
Trump zeigte sich optimistisch und meinte, Selenskyj sei einem Abkommen zugeneigt. 'Wir sind relativ nah dran', so der US-Präsident. Er betonte die Notwendigkeit, den Konflikt zu beenden, und argumentierte, dass weder Putin noch Selenskyj zögerten hinter einen Deal, wenn er in ihrem Interesse sei.
Selenskyj hingegen hatte noch kürzlich seine Teilnahme in Davos an Bedingungen wie konkrete Zusagen zu Luftabwehrlieferungen geknüpft. Seine Heimat leidet weiter: Viele ukrainische Städte, darunter die Hauptstadt Kiew, kämpfen mit Stromausfällen und Heizproblemen, die das tägliche Leben im Winter stark beeinträchtigen. Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete, dass Tausende Häuser in Kiew ohne Heizung sind.
Neben den politischen Gesprächen führte der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umjerow Diskussionen mit den amerikanischen Unterhändlern Witkoff und Jared Kushner sowie mit US-Investoren. Im Mittelpunkt standen Pläne für den Wiederaufbau der Ukraine und Sicherheitsgarantien für das Land. Ob ein konkretes, unterschriftsreifes Dokument zwischen Trump und Selenskyj Gegenstand des Treffens sein wird, bleibt abzuwarten.

