Selenskyj fordert NATO-ähnliche Sicherheitsgarantien für Ukraine
Im Ringen um ein Ende des andauernden Konflikts mit Russland hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine klare Botschaft an die internationale Gemeinschaft gesendet. Bei einem Treffen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel verlangte Selenskyj umfassende Sicherheitsgarantien nach dem Vorbild des NATO-Bündnisfalls. Eine derartige Garantie, wie sie in Artikel 5 der NATO festgelegt ist, wäre essenziell, um die Sicherheit der Ukraine langfristig zu sichern, betonte der Präsident.
Selenskyj plant eine Reise nach Washington, um sich dort mit Präsident Donald Trump über dessen jüngstes Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin auszutauschen. Dabei steht die Beendigung des Krieges im Fokus der Gespräche. Selenskyj zeigte sich besorgt über die Vielzahl an Forderungen seitens Putin und unterstrich die Dringlichkeit eines Waffenstillstands, um die Verhandlungen in eine produktive Phase zu lenken.
Ursula von der Leyen, die den Drang zur Etablierung eines Waffenstillstands als eine oberste Priorität untermauerte, findet in Selenskyj einen Verbündeten. Der ukrainische Präsident gleiche ihre Ansicht, dass das Ende der Kampfhandlungen das vorrangige Ziel sein müsse.
Die Verhandlungen sollten konkret an der Frontlinie beginnen, so Selenskyj weiter, der zudem die strategische Wichtigkeit des Donbass unterstrich. Er erteilte jeglichen Forderungen nach Gebietsverzicht eine Absage, da dies nicht im Einklang mit der ukrainischen Verfassung stehe. Ein Gipfeltreffen im trilateralen Format mit den USA und Russland hält Selenskyj für unabdingbar, um das territoriale Problem zu lösen. Sanktionen sollten folgen, falls sich der Kreml einer solchen Diskussion verweigert.
Präsident Putin hatte zwar Bereitschaft zu Gesprächen signalisiert, stellt jedoch die Bedingung, dass zuvor Einigungen zwischen Moskau und Kiew erzielt werden müssen. Der Konflikt ist seit fast dreieinhalb Jahren eine destruktive Realität für die Ukraine.

