Selenskyj drängt auf zügige Umsetzung deutscher Hilfszusagen
In einem Telefongespräch mit Bundeskanzler Friedrich Merz hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betont, wie wichtig die schnelle Umsetzung der in Berlin getroffenen Vereinbarungen sei. Diese Verständigungen, die bei Selenskyjs Besuch in Deutschland letzte Woche erzielt wurden, beinhalten unter anderem deutsche Finanzhilfen zur Unterstützung der Ukraine beim Bau von Langstreckenwaffen. Bundeskanzler Merz hatte in Berlin umfassende finanzielle Unterstützung versprochen, während Selenskyj in seiner jüngsten Videoansprache konkrete Details der Diskussionen geschickt außen vor ließ.
Die Bundesregierung hat bislang keine Stellungnahme zu dem Austausch abgegeben. Angesichts von Kanzler Merz' bevorstehendem Besuch in den USA unterstrich Selenskyj erneut die Notwendigkeit strenger Sanktionen gegen Russland. Er kritisierte Moskaus unbeeindruckte Haltung gegenüber den diplomatischen Bemühungen zur Friedensfindung und machte im sozialen Netzwerk X klar, dass die internationale Gemeinschaft stärker handeln muss.
In seiner Ansprache forderte er zusätzliche Sanktionen gegen den russischen Ölhandel. Selenskyj hob hervor, dass Russland deutlich spüren müsse, dass der Krieg für sie nachteiliger sei als Frieden. Während US-Präsident Donald Trump bisher keinen weiteren Druck auf Russland ausgeübt hat, arbeitet der US-Senat an einem Paket besonders umfassender Sanktionen, das in naher Zukunft Verabschiedung finden könnte.

