Selenskyj drängt auf verschärfte Sanktionen gegen russische Ölindustrie
Nach den kürzlich verhängten Sanktionen der USA und Großbritanniens gegen die großen russischen Ölkonzerne Rosneft und Lukoil hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an die internationale Gemeinschaft appelliert, den Druck weiter zu erhöhen. In einer Pressekonferenz im Anschluss an die Beratungen der sogenannten Koalition der Willigen in London forderte er, auch Unternehmen wie Surgutneftegaz ins Visier zu nehmen.
Zusätzlich sprach sich Selenskyj dafür aus, Sanktionen auf die russischen Ölterminals und die Tanker der ominösen "Schattenflotte" auszuweiten. Gleichzeitig betonte er, dass die Ukraine bereits mittels gezielter Drohnen- und Raketenangriffe auf den russischen Energiesektor den Druck auf Moskau erhöht.
Selenskyj erneuerte auch seine Forderung nach der Lieferung neuer, weitreichender Waffen durch die Verbündeten der Ukraine. Seiner Ansicht nach stärken solche militärischen Fähigkeiten die diplomatische Position seines Landes. Eine verstärkte militärische Gegenwehr könnte Russland zu einer sinnvolleren Diplomatie bewegen, so Selenskyj.
Die "Koalition der Willigen" unter der Führung von Großbritannien und Frankreich setzt sich weiterhin aktiv für die Unterstützung der Ukraine ein, die vor über dreieinhalb Jahren von Russland angegriffen wurde.

