Sechserpack: Festnahmen in der Türkei wegen mutmaßlicher Spionage für Iran
In einer bemerkenswerten Entwicklung hat die Türkei sechs Personen im Verdacht der Spionage für den Iran in Gewahrsam genommen. Diese Verdächtigen wurden in fünf unterschiedlichen Provinzen festgesetzt und anschließend einem Haftrichter vorgeführt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Der Vorwurf: Sie sollen sich der "politischen und militärischen Spionage" schuldig gemacht haben.
Berichten zufolge hatten die Verdächtigen Verbindungen zu den iranischen Revolutionsgarden (IRGC). Sie sollen Informationen am strategisch wichtigen Luftwaffenstützpunkt Incirlik in der Provinz Adana gesammelt haben, um diese dann an iranische Geheimdienstkreise weiterzureichen. Diese Vorgänge geschehen vor dem Hintergrund steigender Spannungen in der Region.
US-Präsident Donald Trump schließt ein militärisches Eingreifen im Iran nicht aus, nachdem Tausende Demonstranten bei den jüngsten Protesten ums Leben kamen. Die türkische Regierung hat indes mehrmals vor einer ausländischen Intervention im Iran gewarnt, da sie befürchtet, dass dies die gesamte Region destabilisieren könnte. Zusätzlich wird die Türkei als benachbartes Land als mögliches Ziel für Flüchtlingsströme in Betracht gezogen.

