Schwieriger Ausblick belastet Aktien von Applied Materials
Die Papiere von Applied Materials gerieten am Freitag stark unter Druck, als das Unternehmen seinen wenig überzeugenden Zukunftsausblick präsentierte. Die Aktie verzeichnete einen Rückgang auf den tiefsten Wert seit Anfang Juni, mit einem Minus von 13 Prozent und einem Schlusskurs von 163,77 US-Dollar. Diese Entwicklung belastete den gesamten Chipsektor, der an der technologielastigen Nasdaq-Börse von großer Bedeutung ist. Auch Wettbewerber wie Lam Research und KLA mussten Einbußen hinnehmen, die bei etwa 7 Prozent lagen. Der Nasdaq 100, ein Index mit Schwerpunkt auf Technologieunternehmen, fiel um einen halben Prozentpunkt.
Während die Zahlen von Applied Materials für das dritte Quartal zunächst gut aufgenommen wurden, erwies sich die Prognose für das Schlussquartal als enttäuschend. Insbesondere die Geschäfte in China, fehlende Exportlizenzen und verzögerte Investitionen in der Chipindustrie wurden als Gründe für die düstere Prognose genannt. Analystin Tammy Qiu von der Berenberg Bank bezeichnete den Ausblick als „viel schlechter als erwartet“.
Timothy Arcuri von der UBS äußerte, dass Anleger zwar auf breite Probleme im Sektor schließen könnten, er selbst aber die Ursachen eher als unternehmensspezifisch betrachtet. Applied Materials habe in den letzten Jahren zwar in China erfolgreich operiert, erlebe jedoch nun einen Rückgang, während lokale Anbieter in China Marktanteile gewönnen. Dies stehe im Gegensatz zu Lam Research, dessen Marktanteil in China wieder wachse, und KLA, das eine stabile Entwicklung zeige.

