Schweizerische Nationalbank setzt Zinssenkung fort: Stabilität im Fokus
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat erneut gehandelt und den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf nun 0,25 Prozent gesenkt. Diese Maßnahme markiert die fünfte Zinssenkung in Folge seit Dezember des vergangenen Jahres. In den Monaten März, Juni und September 2024 sowie im vergangenen Dezember war der Zinssatz ebenfalls reduziert worden, zuletzt gar um 0,50 Prozentpunkte.
Zuvor hatte die SNB zwischen Juni 2022 und ihrem Höchststand rasch agiert, als die Inflation markant anstieg und der Leitzins von -0,75 Prozent in nur fünf Schritten auf 1,75 Prozent erhöht wurde. Da sich die Inflation seither deutlich abgeschwächt hat, besteht nun Spielraum für gelockerte monetäre Bedingungen.
Die SNB begründet ihren Schritt mit dem Ziel, angesichts des schwachen Inflationsdrucks und der erhöhten Abwärtsrisiken für die Inflation, das monetäre Umfeld angemessen zu gestalten. In ihrer Stellungnahme betonte die Notenbank, dass die Konjunkturaussichten unsicherer geworden sind, und sie die Situation weiterhin genau überwachen werde. Sollte sich die Lage verändern, sei man bereit, die Geldpolitik anzupassen und bei Bedarf auch am Devisenmarkt einzugreifen, um die Preisstabilität im Bereich von 0 bis 2 Prozent langfristig zu sichern.
Im Umfeld wirtschaftlicher Unsicherheiten kam die Entscheidung nicht überraschend. Viele Ökonomen hatten diesen Schritt erwartet und langfristig planten, basierend auf den makroökonomischen Faktoren, die Entwicklung zeitnah zu verfolgen, um fundierte Anpassungen zu ermöglichen.

