Schweizer Nationalbank greift tief in die Devisenkasse: Interventionen am Finanzmarkt
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im zweiten Quartal 2025 ihre Rolle als wichtiger Akteur am Devisenmarkt eindrucksvoll untermauert. Um dem steigenden Druck auf den Schweizer Franken entgegenzuwirken, tätigte die SNB umfangreiche Devisenkäufe im Wert von beachtlichen 5.058 Millionen Franken, was etwa 5,4 Milliarden Euro entspricht. Im Vergleich zu den recht moderaten Eingriffen in den vorangegangenen Quartalen markiert diese Maßnahme eine signifikante Intensivierung ihrer Anstrengungen, die Aufwertung des Frankens zu regulieren. Während der Kauf im ersten Quartal 2025 nur 49 Millionen Franken umfasste, hatte sich die SNB davor im Jahre 2024 lediglich zaghaft mit 1,2 Milliarden auf dem Markt bewegt.
Die Rückkehr zur Käuferrolle erfolgt nach dem dramatischen Jahr 2023, in dem sie über 133 Milliarden Franken veräußerte, um den heimischen Markt vor importierter Inflation zu schützen. Diese Interventionen rücken die SNB jedoch aufgrund ihrer Sensibilität gegenüber internationaler Politik in ein anspruchsvolles Licht.
Anfang des Monats setzte das US-Finanzministerium die Schweiz auf eine Liste möglicher Währungsmanipulatoren. Eine Maßnahme, die nicht nur das Verhältnis zwischen den Ländern belasten könnte, sondern auch auf Strafzölle von 39 Prozent zurückzuführen ist, die bereits unter Präsident Donald Trump verhängt wurden.
Die SNB verteidigt ihre Handlungen und führt an, dass Devisenmarktinterventionen lediglich ihrem Ziel der Preisstabilität dienen. Regelmäßige Diskussionen und Vereinbarungen mit den USA, wie die jüngst unterzeichnete Erklärung zu makroökonomischen Themen, bekräftigen die Entschlossenheit der SNB, diesen Kurs beizubehalten. Ob die USA - insbesondere unter der Ägide von Präsident Trump - auf dieses diplomatische Tauziehen reagieren, bleibt spannend abzuwarten.

