Schwankende US-Staatsanleihen setzen Anleger auf Achterbahnfahrt
Die US-Staatspapiere konnten ihre Kursgewinne vom Vortag nicht halten, was den Marktteilnehmern eine erneute Achterbahnfahrt bescherte. Der Terminkontrakt für zehnjährige US-Anleihen fiel um 0,19 Prozent auf 113,53 Punkte zurück. Gleichzeitig wurde die Rendite bei den 10-jährigen Anleihen mit 4,00 Prozent taxiert.
Ursächlich für die anfängliche Unterstützung der Anleihen war die wiederauflebende Angst vor einer möglichen US-Bankenkrise. Insbesondere Probleme bei Regionalbanken sorgten für nervöse Stimmung unter Anlegern. Der Frühling 2023 scheint hier noch nicht vergessen, als damals die Zusammenbrüche der Silicon Valley Bank und Signature Bank weltweit für Marktverwerfungen sorgten.
Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, bemerkt hierzu, dass die fragilen Kreditbedingungen amerikanischer Regionalbanken die durch KI- und Zinserwartungen euphorische Anlegergemeinde wachrütteln. Erschwerend wirkt sich der zunehmend verschärfte Handelskrieg zwischen den USA und China aus. Dies gab US-Anleihen im Wochenverlauf merklichen Auftrieb.
Die zwischenzeitliche Erholung wurde von Händlern als Gegenbewegung interpretiert. Zudem fehlt es den Märkten an klaren Signalen, zumal die anhaltende Schließung von US-Bundesbehörden eine Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten verhindert. Ein Ende des sogenannten Shutdowns ist derzeit nicht absehbar.

