Schokoladenbranche unter Preisdruck: Konsumenten zeigen Kaufzurückhaltung
Während die internationale Süßwarenmesse (ISM) in Köln ihre Tore öffnet, steht die Süßwarenbranche in Deutschland vor einer spannenden Herausforderung. Denn trotz eines Umsatzwachstums bei Schokoladenwaren von 7,5 Prozent für das Jahr 2025, schrumpfte die Anzahl der verkauften Packungen um bemerkenswerte 5,8 Prozent – bei Weihnachtsschokolade sogar um 12 Prozent. Diese Entwicklung zeigt deutlich, dass Verbraucher auf die gestiegenen Preise mit Kaufzurückhaltung reagieren.
Im Schnitt sind die Preise für eine Packung Schokolade im letzten Jahr um 14 Prozent angestiegen. Laut David Georgi, Süßwarenexperte von NIQ, finden Konsumenten beim Preisanstieg klare Grenzen, selbst bei festlichen Gelegenheiten wie Ostern und Weihnachten. Diese Preissteigerungen sind in erster Linie auf gestiegene Rohstoffkosten zurückzuführen, die unter anderem durch klimabedingt schlechte Ernten verursacht wurden, so Hersteller wie Mondelez, Ritter Sport und Lindt & Sprüngli.
Preissteigerungen im gesamten Süßwarensegment sind kein neues Phänomen. Daten des Statistischen Bundesamts zeigen, dass die Kosten für Tafelschokolade im Dezember um knapp 70 Prozent höher lagen als 2020, während Pralinen um mehr als 50 Prozent teurer wurden. Die Folge: Verbraucher greifen häufiger zu Sonderangeboten.
Trotz der Herausforderungen bleibt Schokolade die größte Kategorie im Süßwarensegment. Doch es gibt auch Trends, die in dieser dynamischen Branche Anlass zur Hoffnung bieten. So verzeichneten Sport- und Energieriegel, salzige Snacks sowie Frucht- und Weingummis (inklusive Lakritze) eine positive Umsatzentwicklung. Die ISM präsentiert in den nächsten Tagen auf 100.000 Quadratmetern Fläche Neuheiten wie vegane und proteinreiche Snacks.

