Schneider Electric im dritten Quartal auf Wachstumskurs: Erwartungen leicht gedämpft
Der französische Industrie- und Energietechnikkonzern Schneider Electric konnte im dritten Quartal dieses Jahres von einer robusten Nachfrage nach Energietechnik und Rechenzentren profitieren. Unternehmenschef Olivier Blum betonte, dass diese Dynamik maßgeblich durch Investitionen in die Netzinfrastruktur unterstützt wurde. Auch der Geschäftsbereich der industriellen Automatisierung zeigt wieder Wachstumstendenzen. Schneider Electric hält an den Jahreszielen fest, gibt jedoch einen zurückhaltenderen Ausblick für Umsatz und Marge und erwartet nun eher Ergebnisse am unteren Ende der prognostizierten Spannen.
Diese Nachrichten wurden am Aktienmarkt nicht positiv aufgenommen, was die Aktie um 3,7 Prozent auf 248 Euro sinken ließ. Phil Buller von der US-Bank JPMorgan kommentierte, dass die Ergebnisse von Schneider Electric solide, allerdings insgesamt im Rahmen der Erwartungen lagen und verwies auf die zurückhaltende Prognose. Der Konzern verzeichnete einen Umsatzanstieg um 4,4 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro im Jahresvergleich. Bereinigt um Zukäufe und Wechselkurseffekte stiegen die Erlöse sogar um neun Prozent, womit Schneider Electric die Prognosen der Analysten übertraf. Angaben zu den Gewinnkennzahlen des dritten Quartals wurden nicht gemacht, wie bei Schneider üblich werden diese nur halbjährlich präsentiert.
Das Unternehmen, das auch im Wettbewerbsumfeld mit Siemens und Siemens Energy agiert, bekräftigte seine Jahresziele für das operative Ergebnis, das organisch um 10 bis 15 Prozent wachsen soll. Für 2025 wird mit einem organischen Umsatzwachstum von 7 bis 10 Prozent gerechnet, während die Margen beim EBITA um 0,5 bis 0,8 Prozentpunkte steigen sollen. Eine bereinigte EBITA-Marge von 18,7 bis 19,0 Prozent wird erwartet. Für den 11. Dezember plant Schneider Electric einen Kapitalmarkttag, um Investoren weitere Einblicke in die Unternehmensstrategie zu geben.

