Schmerzmedizin im Wandel: Klinikreform sorgt für Unruhe
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat Bedenken hinsichtlich der neuen Klinikreform geäußert, die die Versorgung von Millionen Menschen beeinflussen könnte, die an chronischen Schmerzen leiden. Vorstand Eugen Brysch warnt davor, dass die Umstrukturierung von Krankenhausbudgets die Schmerzmedizin gefährden könnte, indem sie von einem eigenständigen Bestandteil zu einem Nebenbereich anderer Fachrichtungen degradiert wird. Dies könnte dazu führen, dass Schmerzpatienten zukünftig auf die Unterstützung der Inneren Medizin, Chirurgie oder Neurologie angewiesen sind, so Brysch.
Viele Betroffene leiden unter multiplen Erkrankungen, die eine fachübergreifende Behandlung benötigen. Er fordert daher von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eine finanzielle Absicherung für diese Patienten – sei es durch Sonderzuschläge oder eine eigenständige Leistungsgruppe. Im Zuge der Reform, die 2025 in Kraft trat und bis 2029 umgesetzt werden soll, bereitet Ministerin Warken derzeit Anpassungen vor.
Die neuen "Leistungsgruppen" sollen die Finanzierung durch Krankenkassen präzisieren und sicherstellen, dass einheitliche Qualitätsstandards in den Kliniken eingehalten werden. Diese Änderungen könnten jedoch das Netz der 1.700 Kliniken in Deutschland verkleinern.

