Schachzug ohne Wirkung: Die gescheiterte Strategie der Koalition bei der Verfassungsrichterwahl
Die jüngste Verfassungsrichterwahl hat die politische Bühne Deutschlands in Bewegung versetzt. In einem unerwarteten Schachzug versuchten SPD und Grüne, die Zustimmung der Unionsabgeordneten zu gewinnen, um Brosius-Gersdorf in ein bedeutendes Amt zu befördern.
Dieser Versuch fand statt, nachdem sich Union und Koalition in turbulenten Debatten über verfassungsrechtliche Ordnungen gegenüberstanden hatten. Doch statt des erhofften Sieges musste die Koalition eine empfindliche Niederlage einstecken.
Die SPD hatte dabei auf eine rein männliche Verhandlungsführung gesetzt, deren Schlüsselakteure die Stimmung und Prioritäten an der Basis erheblich unterschätzten. Diese strategische Fehleinschätzung erwies sich als gravierend und sollte den Verantwortlichen innerhalb der Union – namentlich Merz, Söder, Frei und Spahn – als wertvolle Lektion dienen.
Während die Union ohnehin eine historische Niederlage bei den Bundestagswahlen ihres zweitschlechtesten Ergebnisses hinnehmen musste, zeigt dieser Rückschlag, dass nach unten noch Raum bleibt.

