Santander stärkt US-Präsenz durch Milliardenübernahme

Die spanische Großbank Santander setzt mit einem strategischen Übernahmevorhaben auf Expansion in den USA. Einigung wurde mit Webster Financial erzielt, ein mit 12,2 Milliarden US-Dollar bewerteter Deal. Für Aktionäre von Webster Financial sieht die Vereinbarung pro Aktie eine Zahlung von 48,75 US-Dollar in bar sowie den Erhalt von 2,0548 Santander-ADS vor. Der Gesamtpreis beläuft sich demnach auf 75 Dollar je Aktie.
Diese Nachricht wurde von Santander-Anlegern mit Sorge aufgenommen, was sich in einem Rückgang der in den USA gehandelten Aktien um fünf Prozent niederschlug. Im Gegensatz dazu profitierten die Webster Financial-Papiere, die um zehn Prozent zulegten, obwohl sie weiterhin unter dem Angebotspreis blieben.
Zusätzlich zu der Übernahme verkündete Santander Neuigkeiten zur finanziellen Entwicklung. Für den laufenden und das kommende Geschäftsjahr stehen bedeutende Aktienrückkäufe auf dem Plan. Bereits bekannt war das Vorhaben, bis zu zehn Milliarden Euro für den Erwerb eigener Aktien aufzuwenden, dessen Umsetzung nun beginnt. Das vierte Quartal brachte Santander einen Gewinnzuwachs um 15 Prozent auf 3,76 Milliarden Euro, während der Umsatz bei 62,4 Milliarden Euro konstant blieb. Diese Ergebnisse übertrafen die Erwartungen von Analysten. Für das laufende Geschäftsjahr plant Santander unter Ausschluss von Währungseffekten Kostensenkungen, während für 2027 ein Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich prognostiziert wird.

