Salzgitter: Vorsichtiger Ausblick für 2025 trotz moderater Preiserholung
Der Stahlkonzern Salzgitter zeigt sich angesichts der anhaltenden konjunkturellen Flaute zurückhaltend bei den Erwartungen für das Gesamtjahr 2025. Obwohl sich die Stahlpreise zuletzt leicht erholt haben, sieht das Unternehmen erst 2026 eine signifikante Auswirkung auf Umsatz und Gewinn. Damit orientiert sich Salzgitter in seinen Prognosen an der unteren Hälfte der bereits kommunizierten Zielsetzungen, im Einklang mit den Erwartungen der Analysten.
Für das derzeitige Jahr kalkuliert Salzgitter mit einem Umsatz leicht über 9 Milliarden Euro, nachdem zuvor 9 bis 9,5 Milliarden Euro angestrebt wurden. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erwartet der Konzern nun 300 bis 350 Millionen Euro, während frühere Prognosen von bis zu 400 Millionen Euro ausgingen. Bezüglich des Vorsteuerergebnisses stellt man sich auf einen Verlust zwischen 100 und 50 Millionen Euro ein – die bisherige Bandbreite reichte bis zu einem ausgeglichenen Ergebnis.
Das dritte Quartal spiegelte einen Umsatyrückgang von rund elf Prozent auf 2,2 Milliarden Euro wider. Positiv überraschte jedoch das Ebitda, das um mehr als 20 Prozent auf 107,2 Millionen Euro anstieg. Vor Steuern kehrte Salzgitter mit einem Gewinn von 11,1 Millionen Euro in die schwarzen Zahlen zurück, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Verlust von knapp 153 Millionen Euro verzeichnet wurde. Die erste Jahreshälfte war noch von einem schwachen wirtschaftlichen Umfeld und einer schleppenden Stahlnachfrage geprägt.

