Salzgitter AG: Leichte Aufhellung trotz anhaltender Herausforderungen

Der Stahlriese Salzgitter blickt dem verbleibenden Jahr mit vorsichtiger Zuversicht entgegen, erwartet jedoch lediglich eine moderate Verbesserung der wirtschaftlichen Bedingungen. Trotz der Anstrengungen der öffentlichen Hand in Form von Investitions- und Infrastrukturprogrammen zeichnet sich noch immer keine spürbare konjunkturelle Belebung ab. Überraschend teilte das Unternehmen bei der Präsentation vorläufiger Zahlen mit, dass die Lage in Deutschland insbesondere zu Jahresbeginn angespannt bleibe. Positiv auf die Geschäftsentwicklung könnten sich allerdings die Handelsschutzmaßnahmen der EU auswirken, während die Aktie zuletzt einen Rückgang um mehr als drei Prozent verzeichnete.
Anders schauen die Zukunftsaussichten: Für das Jahr 2026 prognostiziert Salzgitter einen Umsatzanstieg auf etwa 9,5 Milliarden Euro, verglichen mit 9 Milliarden Euro aus dem Vorjahr; Analysten hatten optimistischere Erwartungen. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll signifikant von 376 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf 500 bis 600 Millionen Euro steigen. Zudem strebt Salzgitter ein Vorsteuerergebnis zwischen 75 und 175 Millionen Euro an.
Bereits 2025 gelang es dem Unternehmen, einen Vorsteuerverlust auf 28 Millionen Euro deutlich zu reduzieren. Dabei bleibt die Fortführung der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH unter alleiniger Leitung von Salzgitter jedoch vorerst nicht berücksichtigt. Die detaillierten Zahlen für das Jahr 2025 wird Salzgitter voraussichtlich am 23. März veröffentlichen.

