Saints Row 7: Ur-Entwickler deutet Prequel an
Inmitten der Trümmer, die das kontroverse Saints Row-Reboot von 2022 und die darauffolgende Schließung des legendären Studios Volition hinterlassen haben, keimt ein unerwarteter Hoffnungsschimmer für alle langjährigen Fans der Serie. Ein Urvater der Franchise, einer der kreativen Köpfe hinter dem allerersten Teil, hat enthüllt, dass die Geschichte der Saints noch lange nicht auserzählt ist. Chris Stockman, der ehemalige Design Director von Volition, wurde beauftragt, einen Pitch für einen neuen Serieneintrag zu entwerfen – ein Vorhaben, das die Serie zurück zu ihren Ursprüngen führen könnte.
Die Vision von „Saints Row 0“
In einem aufschlussreichen Reddit-Post offenbarte der Branchenveteran, dass es sich bei dem angefragten Projekt nicht um eine Fortsetzung des umstrittenen Reboots handelt, sondern um ein waschechtes Prequel. Stockman selbst beschreibt die Vision als „Saints Row 0“, eine Rückkehr zu den rohen, düsteren und geerdeten Anfängen der Gang. Er beschreibt die Gelegenheit als einen wahr gewordenen Traum und betont, eine „sehr klare Vision“ für dieses Prequel zu haben. Seine tiefe Verwurzelung in der Konzeption des Originalspiels von 2006 verleiht ihm eine einzigartige Perspektive und die nötige Autorität, die Serie aus der kreativen Sackgasse zu führen, in die sie zuletzt geraten war.
Konzern-Labyrinth und die VR-Frage
Seit seinem Abschied von Volition hat Stockman mit seinem eigenen Studio Bit Planet Games diverse Titel entwickelt, darunter auch mehrere für Virtual-Reality-Plattformen. Dies führte bei einigen Fans zur Befürchtung, das Prequel könnte ein exklusives VR-Erlebnis werden und damit einen Großteil der Kernzielgruppe ausschließen. Diese Sorgen zerstreute der Entwickler jedoch umgehend und versicherte, dass das Projekt, sollte es grünes Licht erhalten, ein traditionelles Spiel für gängige Plattformen sein wird. Wer ihn mit dem Pitch beauftragt hat, verriet Stockman nicht, doch die wahrscheinlichste Antwort ist Plaion (ehemals Koch Media), jener Publisher, der seit der THQ-Insolvenz 2013 die Rechte an der Marke hält und selbst Teil eines komplexen Firmengeflechts unter dem Dach der Embracer Group ist.
Ein Marathon, kein Sprint
Trotz aller Euphorie mahnt die Realität der modernen Spieleentwicklung zur Geduld. Ein Pitch ist noch kein fertiges Spiel, und selbst wenn Stockmans Vision auf Anklang stößt und die Vorproduktion in naher Zukunft beginnt, ist mit einer Veröffentlichung kaum vor den frühen 2030er Jahren zu rechnen. Projekte dieser Größenordnung verschlingen heutzutage im Durchschnitt fünf Jahre oder mehr. Es ist ein langer, steiniger Weg, der vor den Saints liegt, doch zum ersten Mal seit Jahren scheint die Richtung wieder zu stimmen – weg vom grellen Klamauk, zurück zur rauen Straße.


