Saint-Gobain: Solide Halbjahresbilanz trotz Herausforderungen in Nordamerika
Der französische Baustoffgigant Saint-Gobain meldet für das erste Halbjahr eine bemerkenswerte Steigerung von Umsatz und Gewinn, was teils auf strategische Akquisitionen zurückzuführen ist. Trotz eines Umsatzanstiegs um 1,7 Prozent auf 23,9 Milliarden Euro ist der wirtschaftliche Erfolg gemischt.
Auf vergleichbarer Basis verzeichnete das Unternehmen einen leichten Umsatzrückgang um 0,5 Prozent, vor allem bedingt durch regionale Unterschiede. Während in Asien und den Schwellenländern das Wachstum intakt bleibt, zeigt Nordamerika einen leichten Abwärtstrend, was die Stimmung bei den Investoren dämpft.
Europa hingegen zeigt Anzeichen einer wirtschaftlichen Verbesserung, auch wenn die Umsatzzahlen immer noch rückläfig sind. Die Aktie von Saint-Gobain fiel am Freitag deutlich und notierte bei einem Rückgang von 4,5 Prozent auf 95,78 Euro, damit unter den schlechteren Performern im Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50.
In Anbetracht der schwachen Marktaussichten in Nordamerika äußerte Analystin Glynis Johnson von der Investmentbank Jefferies Besorgnis über die künftige Entwicklung. Sie hatte ursprünglich mit einem Umsatzanstieg gerechnet, merkt jedoch an, dass der bevorstehende Kapitalmarkttag im Oktober wiederum ein potenzieller Treiber der Aktienkursentwicklung sein könnte.
Insbesondere wird die Lage in Nordamerika durch hohe Zinsen belastet, während Europa eine schrittweise Erholung erlebt und die Märkte in Asien, insbesondere in Indien und Südostasien, das Wachstum vorantreiben dürften. Das operative Ergebnis übertraf die Erwartungen mit einem Anstieg des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 4,5 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro.
Trotz der insgesamt größeren Umsatzerwartungen der Experten, hinterließ das Ergebnis eines unter den Prognosen liegenden Nettogewinns von 1,6 Milliarden Euro eine leicht gedämpfte Bilanz.

