Sabotage an der Rhein-Ruhr-Schiene: Linksextremisten unter Verdacht
Ein folgenschwerer Brandanschlag hat den Bahnverkehr auf der vielbefahrenen Strecke zwischen Duisburg und Düsseldorf lahmgelegt. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul äußerte den Verdacht, dass linksextremistische Kräfte hinter der Tat stecken könnten. Die Tätergruppe, bekannt als „Kommando Angry Birds“, hat die Verantwortung für den Angriff in einem Bekennerschreiben auf der linken Plattform „Indymedia“ übernommen, wobei die Echtheit des Dokuments noch geprüft wird. Der Angriff hat nicht nur materielle Schäden hinterlassen, sondern auch den Blick auf die Verwundbarkeit der kritischen Infrastruktur der Bahn gelenkt.
Die umfangreichen Reparaturarbeiten konzentrierten sich auf beschädigte Steuerkabel, die für die Signale und Weichen unerlässlich sind. Der zweite von zwei Brandsätzen zerstörte gleich fünf faustdicke Kabel, die nun komplett ausgetauscht werden müssen. Trotz des schnellen Eingreifens der Deutsche Bahn blieb die Strecke bis zum Betriebsbeginn am Samstagmorgen gesperrt, während der Regional- und Fernverkehr über alternative Routen umgeleitet wurde.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer zeigte sich empört über den „immensen Schaden“ und versprach eine rigorose Strafverfolgung der Verantwortlichen. Er bemerkte auch, dass die fortschreitende Digitalisierung des Bahnsystems künftig ähnliche Sabotagen erschweren könnte. Bereits in der Vergangenheit war es auf der Strecke zu vergleichbaren Anschlägen gekommen, die den Bahnverkehr erheblich beeinträchtigten.
Während die Polizei weiterhin Spuren sichert und ermittelt, blieb die Zahl der betroffenen Passagiere zunächst unklar. Die Deutsche Bahn informierte, dass neben mehreren ICE-Verbindungen auch zahlreiche Nahverkehrslinien in Mitleidenschaft gezogen wurden, was zu erheblichen Verspätungen und Ausfällen führte. Trotz der Bereitstellung von Ersatzverkehr und Umleitungen strandeten viele Reisende an den Bahnhöfen.

