Russischer Diplomat weist Vorwurf polnischer Luftraumverletzung entschieden zurück
Inmitten der ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Russland und Polen hat ein hoher russischer Diplomat die jüngsten Anschuldigungen, russische Drohnen hätten den polnischen Luftraum verletzt, vehement zurückgewiesen. Andrej Ordasch, Geschäftsträger der russischen Botschaft in Warschau, stellte klar, dass bislang keine glaubhaften Beweise für die russische Herkunft der Drohnen vorgelegt worden seien. Er betonte, dass es sich dabei um unbegründete Behauptungen handle, die keine Substanz hätten.
Ordasch erinnerte daran, dass es bereits in der Vergangenheit einen Vorfall gegeben habe, bei dem irrtümlich russische Schuld unterstellt wurde. Er bezog sich dabei auf den Vorfall Ende 2022, bei dem nahe der ukrainischen Grenze in Polen zwei Menschen durch einen Raketeneinschlag getötet wurden. Damals stellte sich heraus, dass es sich um eine fehlgeleitete ukrainische Abwehrrakete handelte, während Russland zu diesem Zeitpunkt einen großflächigen Luftangriff auf die Ukraine durchführte.
Der Diplomat unterstrich, dass Russland kein Interesse daran habe, die ohnehin schon angespannte Lage mit Polen weiter zu verschärfen. Er bedauerte jedoch, dass diese friedlichen Absichten von der polnischen Regierung durch eine vermeintlich russlandfeindliche Haltung verkannt würden. Das diplomatische Tauziehen zwischen Russland und seinen westlichen Nachbarn bleibt damit weiterhin gespannt.

