Russische Vorstöße verstärken Druck auf ukrainische Verteidigungslinien
Die militärischen Auseinandersetzungen um das Gebiet Luhansk im Osten der Ukraine scheinen sich weiter zuzuspitzen, da sowohl russische als auch ukrainische Quellen von intensiven Gefechten berichten. Russlands Verteidigungsministerium verkündete die Einnahme des Weilers Kateryniwka im äußersten Norden des Donezk-Gebiets, während ukrainische Militärblogger diesen Ort noch unter Kontrolle der Kiewer Truppen sehen. Doch bestätigen sie die zunehmenden russischen Vorstöße in dieser Richtung, was auch durch Berichte des ukrainischen Generalstabs gestützt wird.
Sollten russische Einheiten tatsächlich die Ortschaften Kateryniwka und das benachbarte Nowomychajliwka erreichen, könnten sie damit die verbleibenden ukrainischen Verteidiger des Luhansk-Gebiets in strategische Bedrängnis bringen. Seit 2022 beansprucht Russland das Gebiet Luhansk als sein eigenes Staatsgebiet und strebt klar dessen vollständige Eroberung an. In ihrem jüngsten Lagebericht von Montagmorgen meldete der ukrainische Generalstab 165 russische Sturmangriffe entlang der Frontlinie am Vortag. Ein Schwerpunkt der Auseinandersetzungen liegt weiterhin in der industriell und bergbaulich geprägten Stadt Pokrowsk im Donezk-Gebiet, die seit Monaten umkämpft ist.
Die Ukraine verteidigt sich mittlerweile seit über drei Jahren gegen die großangelegte Invasion Russlands und steht weiterhin unter erheblichem Druck, ihre territoriale Integrität zu bewahren.

